Im Pschyrembel nachgelesen
Vor etwas mehr als einer Woche hatte ich eine Abschluss Besprechung bei einem konsultierten Kardiologen in Unterschleißheim. Einige davor durfte ich mich einem Langzeit - EKG unterziehen. Der Mini - Computer hatte über 24 Stunden meine Herzaktivitäten aufgezeichnet. Die Auswertung hatte der Arzt nun in seinem Rechner hochgeladen. Ebenso lag ihm der Bericht der Klinik in München - Bogenhausen vor.
Dort war all das in einem lateinischen Fachvokabular abgefasst, was in den mehr als 5 Stunden dauernden Untersuchungen am wichtigsten Organ des Menschen festzustellen war. Okay, ich war einst Starkraucher. Aber das ist mittlerweile 42 Jahre her. Doch diese Altlasten in Form von erkannten Plaques an den Arterienwänden sowie die dortigen, altersbedingten Verkalkungen an den Herzeingängen waren für mich beunruhigend genug, um mit einem etwas mulmigen Gefühl zu der terminierten Abschlussbesprechung zu fahren.
Zumal ich mich aufgrund der einstigen beruflichen Tätigkeit im medizinischen Umfeld ein wenig bewandert fühle und auch die Sucheingaben bei Tante Google reichlich beunruhigende Ergebnisse auf dem Bildschirm hervorbrachten.
Die Bedenken sollten sich indes während des Gesprächs mit dem Facharzt nicht bestätigen. Weder hatte das Messgerät eine unregelmäßige Herzfrequenz aufgezeichnet, noch erkannte der Klinikbericht deutliche Anzeichen für eine Arteriosklerose oder eine Verschlusssituation; wohl aber deutlich erhöhte Cholesterinwerte und eben den bereits bekannten Bluthochdruck.
Für Letzteren werfe ich mir schon täglich ein senkendes Mittel in Form einer Pille ein. Ein Standardpräparat, dass ich morgens vor dem Brunch zusammen mit Vitamin D - Kapseln und drei weiteren Nahrungsergänzungsmitteln einnehme.
Nun kommen zwei weitere Pillen gegen den zu hohen Cholesterinwert hinzu. Dafür hat der Arzt - noch - keinen Blutverdünner verschrieben, so, wie es in meinem Alter bereits für einige Millionen Männer üblich ist.
Einst war diese Pillen - Fresserei so weit weg, wie der Mond zur Erde. Nun bin ich selbst dran. Ich trage es mit einer gewissen Gelassenheit. Schließlich gibt es viele Männer, die wesentlich jünger sind und bereits mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen haben.
Kürzlich erzählte mir die, unsere Katzen während der Urlaubsabwesenheit betreuende Nachbarin, dass der junge Mann von nebenan im letzten Jahr mit einem Herzinfarkt per Hubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen werden musste, in der er sich einer Notoperation unterziehen durfte. Und dieses im Alter von Mitte Vierzig!
Da fühle ich mich trotz der vielen Medikamente doch noch fit. Da ich uneingeschränkt den sportlichen Aktivitäten weiterhin nachgehen darf, soll das auch noch so bleiben. Schließlich ist mein noch lebender Vater mit seinen 101 Jahren ein guter Ansporn dafür.

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