Sind Bettina Schausten, Dunja Hayali und das ZDF eine Zumutung?
Das ZDF ist bekanntlich ein Gralshüter des Altbewährten. Einst stramm konservativ von Granden aus dem Dunstkreis der CDU geführt, haben sich inzwischen die Kräfteverhältnisse zugunsten eher moderater agierender Damen und Herren mit vorwiegend liberaler Gesinnung verändert. Von einer " links - versifften " Fernsehanstalt sind die Lerchenberger Programmgestalter, vor allem aber die hoch bezahlte Intendanz Lichtjahre entfernt. Derartige Unterstellungen entspringen zumeist aus den Spatzenhirnen der Neofaschisten und ihren Claqueuren in den Lügen - sowie Propagandaeinrichtungen der AfD sowie anderer Möchte - gern - Revoluzzer.
Da unterlief dem ZDF in seiner Nachrichtensendung " heute journal " kürzlich ein Fauxpas und schon brüllte die braune Meute aus dem braunen Sumpf der Berufslügner lauthals los. Von einem " Skandal " ist die Rede und die immer kleiner werdenden Zahl der Kollegen aus der schreibende Zunft rieb sich genüsslich die Hände. Endlich wieder ein gefundenes Fressen, um den ZDFlern zu zeigen, dass der gesamte Apparat aus unfähigen, viel zu üppig bezahlten Mitarbeitern besteht.
Da dürfte etwas dran sein.
Denn wer ein wenig hinter den Kulissen der Mainzer Lach - und Schießbude schaut erkennt, dass dort nach wie vor das richtige Parteibuch, die Beharrlichkeit bei der Umsetzung der auch dort eingeführten Quotenregelung sowie das grundsätzlich erwünschte Wohlverhalten gegenüber der allmächtigen Intendanz die tragende Rolle spielt, wenn es um die Umsetzung des eigenen Karrierewunsches geht.
Ein Paradebeispiel dafür ist die jetzige ZDF - Chefredakteurin Bettina Schausten ( https://de.wikipedia.org/wiki/Bettina_Schausten ). Die CDU nahe Dame mit einem Jahressalär von mehr als 265.000 ( ! ) Euro hat sich quasi in doppelter Weise nach oben gebuckelt. Zunächst ist sie aufgrund ihrer Ausbildung an die richtige Stelle innerhalb des Senderapparats geraten. Alsdann wurde sie hoch gehievt, um dort den richtigen Partner / Ehemann im gleichen Hause abzubekommen. Das typische für einen inzestuösen Werdegang in den ÖRs also?
Nun, Madame Schausten hat das geschafft. Als Chefredakteurin ist sie indes für den Bockmist, den ihre Mitarbeiter verzapfen verantwortlich. Und der Fauxpas, den diese in dem Bericht über angebliche Festnahmen von Minderjährigen durch ICE - Beamte in den USA, auf ihre Kappe nehmen müssen, ist demnach auch einer solcher von Frau Schausten. Die sollte gleich mit zur Verantwortung gezogen werden. Dass dieses in dem CDU gesteuerten Laden ZDF nicht passieren wird, sollte allerdings selbstredend sein. Eine CDUlerin wird nicht von Parteifreunden geschasst.
Weil der Fake - Bericht ausgerechnet von der, durch die, bei der braunen Brut, nicht wohlgelittenen Moderatorin Dunja Hayali dem Zuschauer aufs Auge gedrückt wurde, kübeln diese ihren geistigen Sondermüll Frau Hayali gleich mit aufs Haupt.
Ja, der ZDF - Bericht war eine unschöne Slapstick - Einlage der Nachrichtenredaktion des Rentnerkanals. Darin allerdings einen Skandal zu erkennen, ist viel zu weit ausgeholt.
Das gleiche gilt für die vermeintliche Konkurrenz, der ARD. Dort ist ein Bericht von dem CDU - Parteitag mit zusammengeschnittenen Bildern ebenfalls vollends in die Hose gegangen. Die Ex - Kanzlerin Merkel wurde applaudierend gezeigt. Allerdings nicht im Zusammenhang mit der öden Rede ihres Nachfolgers Friedrich Merz, sondern bei dessen Wiederwahl zum Bundesparteivorsitzenden. Auch daraus blies das rechte Pack einen Popanz auf. da dieses hinter jeden handwerklichen Fehler sofort den Beweis für die behaupteten, systemimmanenten Manipulationen durch die ÖRs erkennen möchten, geisterte dazu wieder das zur NS - Zeit häufig genutzte Unwort " Lügenpresse " im Netz herum.
Was hätten denn die braunen Schwachmaten zu dem " Skandal " rund um die in den 80ern von der ARD gesendete Neujahrsansprache des Kanzlers Kohl gesagt, die - ob bewusst oder auch nicht - ein Jahr danach erneut ausgestrahlt. Schon damals hat die BRD daran keinen Schaden genommen. Ebenso wenig durch den Fall in den 1970ern als ein Spaßvogel weit nach Sendeschluss über ein regionales Fernsehstudio des WDR einen Porno einspielte.
Eigentlich sind die ÖRs mit ihren ineffizienten, überdimensionierten Verwaltungsapparat ein einziger Porno. Oft geht es dort nur um das Eine, nämlich wie können abgestumpfte Zuschauer auch weiterhin bespaßt werden? Die Antwort darauf lautete: Indem solche Witzfiguren wie Schausten und die jetzt abberufene USA - Korrespondentin auf den Glotzer losgelassen werden. Da bleibt diesem nur das ewige Stöhnen: " Ah! Oh! Uh! "
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