In der Pizzeria
Am Samstagabend waren wir zum Essen in einer Erdinger Pizzeria eingeladen. Pizza? Na, ja, diese Speise zählt seit vielen Jahren nicht mehr zu den Standardgerichten in meiner Nahrungskette. Vielleichtliegt es daran, dass ich vom Anblick der vielen - zumeist jüngeren - Fast Food - Monster und älteren Fleischklopse, die mir täglich und im Laufe der vielen Jahre nach dem Einzug der McDoof - Esskultur immer einen großen Bogen um die, in jenen Kühltruhen liegenden Chemie - und Zuckercocktails. Ob nun " Wagner ", " Dr. Oetker " oder " Gustavo Gusto " oder, wie die anderen ca. 73 Hersteller sonst noch heißen, sie sind für mich allesamt die Inkarnation des Fast Food - Wahns, der eben seit mehr als 3 1/2 Dekaden in diesem, unserem, Lande.
Im Netz lassen sich deshalb einige Informationen zu und über den jeweiligen Hersteller, die Zusammensetzung der angebotenen Pizzen, vor allem aber den Preis oder besser die Preisspanne auffinden. Wobei noch wichtiger der ermittelte Kaloriengehalt dieser Fertiggerichtsart sein dürfte.
So kann kein Interessierter hierzu unter anderen diese Seite finden:
https://www.supermarktcheck.de/pizza-tiefkuehl/hersteller/
Daraus ergibt sich, dass die Teigwaren ab 8,00 Euro bis zu 16,00 Euro je 1000 g angeboten werden. Diese weisen sehr unterschiedliche Größen sowie Gewichte auf. Ebenso variieren die Zutaten. Dabei ist der Zuckeranteil von Bedeutung, der von 1,6 g bis zu 4,5 g je 100 g Gewicht betragen kann; was wiederum einem Anteil von 3,5 bis zu 4,5 Stücken Würfelzucker entspricht. Zudem werden regelmäßig Geschmacksverstärker, Stabilisatoren, Weizenmehl, Wasser, Rapsöl und auch Hefe, Salz, Kräuter, aber auch Mozzarella, Salami, Schinken oder ähnliches beigegeben.
Allesamt keine frischen Beigaben, denn eine aus der Tiefkühltruhe heraus gezogene Pizza kann niemals erst vor kurzem belegt worden sein, sondern stammt aus einer industriellen Fertigung. Diese dürfte denn kaum in die Rubrik des gesunden Essen einzuordnen sein.
Diese und weitere Überlegungen traf ich, als ich einen Blick auf die in dem besuchten Restaurant vorlegte Speisekarte warf. Weil Pizza eben nicht mehr zu meinen favorisierten Speisen zählt, war ich denn auch eher skeptisch, als ich mich für eine " Quattro " entschied.
Meine leichten Vorbehalte erwiesen sich als vollkommen unbegründet. Als die Pizza serviert wurde, staunte ich nicht schlecht. Sie bestand aus einem Teig, der mehr als 30cm Durchmesser hatte. Der war knusperig, jedoch nicht hart oder verbrannt. Die Auflagen schmecken frisch.
Ein Genuss! So sollte Pizza sein, wenn sie nicht aus der Gefriertruhe stammt. Einfach lecker!
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