Von der Leichtigkeit der Langsamkeit

 



Heute Morgen habe ich es endlich wieder geschafft, einen Lauf um den Hollener See zu starten. Vielleicht hatte mich die Trägheit, die seit einigen Tagen in mir steckte, bislang daran gehindert. Oder der Anschub ist durch den zirka 20 Kilometer entfernt statt findenden Münchner Frühjahrmarathon entstanden. Wie auch immer, ich zog mein Dress und die Schuhe an und los ging es in Richtung See.

Während der rund 6 Kilometer langen Laufstrecke begegneten mir drei weiter Läufer sowie mehrere Hundebesitzer, die ihre Lieblinge ausführten. Sonst war alles ruhig. Keine Angler, keine Spaziergänger, keine Radfahrer.

So konnte ich mich nebenbei dem widmen, was ich bereits seit mehr als 40 Jahre als Hobby betreiben: dem Fotografieren.



Weil inzwischen so einigen Sträucher sowie wenige Bäume ein Blütenweiß entwickelt haben, zückte ich in unregelmäßigen Abständen das Smartphone und hielt die beim Lauf auftauchenden Eindrücke fest.



Durch die Stopps konnte ich natürlich keine gute Zeit herauslaufen. Dafür brachte aber einige Fotos von der beginnende Frühjahrsblüte mit.




Ein Blick auf die Sportuhr zeigte mir dann, dass ich dafür viel Zeit benötigt hatte. Aber, was sind schon 20 Minuten mehr auf einer 6 Kilometer langen Strecke im Vergleich zu jener, die eine Schnecke dafür benötigen würde?
Nichts!



Als ich kürzlich zufällig einen der neuen Nachbarn der Kinder im nahe gelegenen Oberschleißheim traf und mit diesem einen kurzen Small Talk hielt, traf auch dieser die Feststellung, dass die Zeit mit fortlaufenden Alter schneller abzulaufen scheint. Für diese rein subjektive Wahrnehmung hatte er denn auch gleich eine Erklärung parat. Diese war, dass wir als ältere Menschen viel länger benötigten, um Dinge, die um uns herum passieren, zu begreifen.

Ja, da ist was dran! 

                                             PINK FLOYD   -   Time


Ticking away the moments that make up a dull day
You fritter and waste the hours in an offhand way
Kicking around on a piece of ground in your hometown
Waiting for someone or something to show you the way

Tired of lying in the sunshine, staying home to watch the rain
And you are young and life is long and there is time to kill today
And then one day you find, ten years have got behind you
No one told you when to run
You missed the starting gun


You run, and you run to catch up with the sun, but it′s sinking
Racing around to come up behind you again
The sun is the same in a relative way, but you're older
Shorter of breath, and one day closer to death

Every year is getting shorter, never seem to find the time
Plans that either come to naught or half a page of scribbled lines
Hanging on in quiet desperation is the English way
The time is gone, the song is over, thought I′d something more to say

Home, home again
I like to be here when I can
And hen I come home, cold and tired
It's good to warm my bones beside the fire
Far away, across the field
The tolling of the iron bell
Calls the faithful to their knees
To hear the softly spoken magic spells



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