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Montag, 2. Mai 2011

Wilde, unbekannte Düfte.






Als ich mich heute zum Supermarkt an der Tharandter Straße auf den Weg machte,gelangte er mir nicht zum ersten Mal in meine Nase - ein wohl riechender Duft eines Parfüms, dessen Name ich sicherlich nicht kenne, wohl aber eben jenen spezifischen Duft. Immer, wenn ich eine jener Parfümwolken an verschiedenen Plätzen mit der Nase wahr nehme, denke ich - schon beinahe reflexartig -, dass sich hier hinter ein ganz besonderer Mensch, eine(r) mit Stil, mit Esprit und mit Eleganz dahinter verbergen müsste.
Doch - weit gefehlt!

Häufig sind es unscheinbare Durchschnittsmichel, die sich eben durch dick aufgetragenes Duftwasser aus der Masse der übrigen Passanten, Businsassen oder Besucher in irgendeinem Konsumtempel absetzen möchten. Warum eigentlich?

Nun, es hierfür einige Gründe geben. Parfüm ist einst ein gewichtiger Faktor des Schönheitsideals in den Hochkulturen gewesen. Es diente - wie heute auch - dem individuellen Wohlbefinden und der Selbstdarstellung.

Was einst nur den höheren Schichten, wie dem Adel, dem Bürgertum oder den Künstlern vorbehalten war, hat sich längst zur Massenware gemausert. Parfüms in allen nur erdenklichen Varianten - überwiegend auf synthetischer Basis hergestellt - dient heute der Imagepflege und dem Ausdruck eines Modetrends. Es soll das industriell genormte Outfit verfeinern und den auf Konsum getrimmten Industriebürger das Gefühl geben, dass er mit dem Kauf eines Duftwassers dazu gehört.

Was noch in den Nachkriegsjahren eher als teures Gebotstags - oder Weihnachtsgeschenk auf dem Tisch lag und in nur wenigen Sorten sowie Verkaufspackungen angeboten wurde, vollzog in den 70er und 80er Jahre eine rasante Entwicklung, die mit der zunehmenden industriellen Herstellung und Vermarktung als Massenware in den 90er Jahren zu einer unübersichtlichen Vielfalt auswuchs.
Heute sind in einer gut sortierten Drogerieketten-Filiale mindestens 100 und mehr Wässerchen im Sortiment.

Ich kann zwar die Preisspanne hier nur vage angeben, aber ich vermute, das ein Flacon ab 25,-- bis 100,-- € zu erwerben sein dürfte.

Und wie ich so meinen Gang in Richtung Supermarkt fort setze, um das erneut vergessene Katzenstreu nach zu kaufen, weil unsere kleinst Mitbewohnerin noch nicht vollständige Freigängerin ist, fällt mir ein Frühlingsgedicht bei Regen, Wind und Aprilwetter ein, dass wir einst auswendige lernen mussten und das auch etwas mit Duft oder Düften zu tun hat:


                            Frühling läßt sein blaues Band


Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
 
 

In Abwandelung jener poetischen Hymne an die 1. Jahreszeit kommen mir dann doch nicht unerhebliche Zweifel, ob jedes der überteuerten Parfüms nun auch tatsächlich das kaschieren zu vermag, was nur all zu häufig die Quelle des Wohlgeruchs als Gesamtbild abgibt: einen ästhetischen Menschen, der dem durch die Verdummungswerbung vorgezeichneten Schönheitsideal sehr nahe kommt.





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