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Mittwoch, 3. Mai 2017

Post vom Finanzamt



Irgendwann in den frühen 1980er Jahren berichtete eines der vormals noch oft gesehenen Polit - Magazine des Ersten über einen absonderlichen Fall. Ein Finanzamt ließ dort so richtig den Amtsschimmel wiehern und vollstreckte eine Steuerschuld von - sage und schreibe - 0,01 Deutsche Mark - in Worten einen Pfennig. Der Steuer - Skandal - Fall löste nicht nur große Empörung, sondern auch eine entsprechende Resonanz aus. Anrufer und Briefeschreiber berichteten von ähnlichen Vorgehensweisen der Steuerbehörden.

Inzwischen steht fest, dass der Fiskus derartige Kleinstbeträge nicht mehr vollstrecken darf, sondern die vermeintliche Schuld mit der nächstfolgenden Steuererklärung aufzurechnen hat.

Was in dem Bericht von einst mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, war ein bräsig - biederer Finanzbeamter, der hinter seinem eher vermufften Schreibtisch sitzend, dem TV - Journalisten einige Antworten auf dessen bohrende Fragen gab, die so furz - trocken waren, dass mir damals bereits die Tränen gekommen wären, hätte ich nicht zuvor einen Lachkrampf bekommen, als ich dessen großflächigen Aufkleber auf der Stahlschranktür sah. Dort stand doch tatsächlich " Das Finanzamt, der unvermeidliche Partner an Ihrer Seite ".
Brüll - ich konnte es damals nicht fassen!

Gerade diese Behörde zeichnete sich in den vielen Jahren danach als Quälgeist der ganz besonderen Art aus. Nicht nur, dass der Fiskus mir während meiner Berufsausübung jedes Jahr, alsbald jenen Monat auf die Nerven ging, weil er Umsatzsteuer - und Einkommensteuer - Vorauszahlungen verlangte, nein, auch bei der Abgabe der Einkommen - Lohn - und Umsatzsteuererklärung war dieser gnadenlos. Bis spätestens 30. September musste diese Unterlagen in Papierform eingereicht worden sein, sonst drohten Zwangsmassnahmen.

Aber, auch diese Behörde konnte ab und zu richtig freundlich sein. Dann nämlich, wenn sie selbst Fehler einräumen und kleinlaut einen Steuerbescheid wieder aufheben und neu abfassen musste.Das war so selten nicht. Ganz im Gegenteil, ich machte mir sogar einen Spass daraus, die halbgaren Steuerbehörden - Mitarbeiter vorzuführen. Das gelang nicht immer, aber dafür immer öfter.

Und selbst in den Jahren, in den ich mittlerweile in der sächsischen Landeshauptstadt wohne, habe ich die Finanzbehörde hier einige Male vorgeführt. Da behauptete diese doch vor einigen Jahren, wir hätten als Eheleute die so genannte Getrenntveranlagung beantragt und forderte in den Einkommensteuerbescheid mehrere Tausend Euro als vermeintliche Steuerschuld, statt diesen Betrag als Steuererstattung auszukehren. Ich legte dagegen Einspruch ein und beantragte gleichzeitig die Aussetzung der Vollziehung aus jenem falschen Steuerbescheid. Das Finanzamt knickte sofort ein, obwohl die zuständige Sachbearbeiterin am Telefon behauptet, es sei auf dem Mantelbogen die Getrenntveranlagung angekreuzt worden. Niemals, denn die Steuererklärung habe ich erstellt und peinlichst darauf geachtet,dass die Zusammenveranlagung beantragt ist.

Einige Jahre und weitere andere Sachbearbeiter später, fasste dieser die eingereichten Belege für die geltend gemachten Fahrtkosten meiner besseren Hälfte völlig unsinnig dahingehen auf, dass der Arbeitgeber die Fahrten mit der Bundesbahn erstattet habe und zog die nachgewiesene Summe von den anderen Fahrtkosten mit dem PKW ab. So eine krude Auslegung des Begriffs Werbungskosten / Fahrtkosten, war mir bis dato noch nie untergekommen.
Die Folge hiernach, war mit der oben beschriebenen identisch.
Ohne Entscheid zu dem Einspruch gegen den blödsinnigen Steuerbescheid, erstellte das Finanzamt hier einen neuen, dann korrekten Steuerbescheid und erstattete einen namhaften Betrag.

Nun lag wieder so ein blödsinniger Steuerbescheid vor. Ich hatte es bei dem anliegenden Schreiben, mit dem die eingereichten Unterlagen zurück gesandt worden waren, bereits dunkel geahnt, als ich einen erneut neuen Namen der zuständigen Sachbearbeiterin las. Nein, das konnte auch dieses Mal nicht gut gehen.

Und so erstatte das Finanzamt Dresden - Süd uns für 2016 sagenhafte 9,31 Euro an zu viel entrichteter Einkommensteuer - und Solidaritätsbeitrag. Eigentlich hatte ich nicht wirklich mit so viel gerechnet. Dieses Mal hatte die Sachbearbeiterin die Fahrtkosten vollkommen negiert und einen zusätzlichen Freibetrag - trotz Nachweises und einer entsprechenden Angabe auf dem Vordruck - nicht angesetzt. Ich legte erneut Einspruch ein. Einige Tage später schrieb das Finanzamt Dresden - Süd, dass es die zuvor eingereichte Kopie eines Ausweises benötige.

Tja, eine Reihe von Experten gehen in diversen Berichterstattungen davon aus, dass nahezu jeder zweite Steuerbescheid nicht korrekt sei. Das kann ich nur bestätigen. Und so warten wir immer noch auf einen Erstattungsbetrag. Bei einer derartigen Unwissenheit der Finanzbehörde kommen mir doch arge Zweifel, ob es tatsächlich nur diese sein kann oder ob dieses nicht doch Methode hat. Es gibt öffentliche Einrichtungen, die bei mir immer eine allergische Reaktion hervorrufen.  Hierzu zählt das Finanzamt Dresden - Süd. Angeblich soll es das Dümmste in ganz Sachsen sein. Das lasse ich aufgrund der eigenen Erfahrungen, hier einmal unkommentiert.

Gut´s Nächtle mit : " Whitesnake " und " Trouble " - 1978:



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