Mittwoch, 18. Juli 2012

Heidelbeeren satt!




 Der/Die Hobby-Gärtner/in im Sommer des Jahres 2012 n. chr. Zeitrechnung, hat mit so manchem Alptraum zu kämpfen. Wenn der weinende Himmel permanent seine Schleusen öffnet, wenn die Tagesreparaturen nicht über 20 ° C. klettern und die Werte in der Nacht den zweistelligen Bereich auch schon Mal verlassen können, dann muss sie/er mit Argwohn diverse Überlegungen anstellen, wie die selbst gesetzten Mini-Tomatenpflanzen nicht verfaulen, wie die auf dem Kompost platzierten Kürbispflanzen nicht zu sehr im Wachstum explodieren und des Nachbarn Gratenzaun umranken und, wie der Wuchs des Unkrauts unterbunden werden kann ( natürlich nur im rein biologischen Sinne).
Einer Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse scheint das nass-kalte Sommerwetter indes kaum etwas anhaben zu können: Dem Heidelbeerstrauch. Bereits Ende Mai bildeten sich an unseren beiden Exemplaren üppige Blüten aus, die dann zu Fruchständen mutierten und an Größe täglich zunahmen.

Nun, die Heidelbeeren, die Bickbeeren ( dat is plattdeutsch) oder auch Blaubeeren haben dat schiet Sommerwetter einfach ignoriert und wuchsen, und wuchsen und wuchsen. So, wie es hier beschrieben und ins Netz gestellt steht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelbeeren

Als der erste Ernteversuch am letzten Wochenende des Monats Juni 2012 uns nur eine eher geringe Ausbeute bescherte, waren wir noch ein wenig skeptisch, ob es überhaupt - eben wegen des Regenwetters - eine weitere Erntemöglichkeit gibt. Doch dann, einige Tage im Juli 2012 ( das Wetter versprach immer noch keine Besserung ) trauten wir unseren Regen getrübten Augen nicht. An unseren beiden Sträuchern schauten uns blaue Augen an; in einer Anzahl, wie wir sie seit dem Setzen der Sträucher noch nie gesehen hatten. Also: Ab in die Küche, ein Gefäss geholt und an die Arbeit. Ähnlich wie beim Erbsen zählen ( die guten ins Tröpchen, die schlechten ins Kröpchen ), kämmte ich sich die prall mit Beeren zeigenden Zweige durch. Mühsam ist die Tätigkeit schon ( nur mit dem noch länger dauernden Pflücken von Sanddorn zu vergleichen ); der Ernteerfolg indes, schlug sämtliche bisherigen Rekorde des eigenen Gartens.

Und weil die Heidelbeere nicht von Beginn an blau ist, sondern erst grau, dann zart rosa, dann hellblau, und nach dem Reifegrad zu allerletzt eine violette Färbung annimmt, habe ich die leckeren Früchte der eigenen Gartenaufzucht schnell im Bild fest gehalten. So als Erinnerung an vergangene Tage, den Mist-Sommer 2012 und den abendlichen, leicht mit Zucker versüßten Schmaus, den wir im Zimmer beim TV glotzen uns genehmigt hatten.

Es soll ja auch Heidelbbeertorte geben. Hmmmmmmmh! Ich wage den Gedanken nicht weiter zu führen. Ob die Früchte dafür ausreichen? Oder wir warten noch weiter auf den Sommer; zusammen mit dem legendären Rudi Carrell!


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