Am Ende ist es noch einmal gut gegangen?


 


Die 63. Spielzeit der Ersten Fußballbundesliga geht am kommenden Samstag mit allen 9 Paarungen zu Ende. Was bleibt?

Die Erkenntnis, dass das Ringen um den Titel erneut so langweilig war, wie in der vergangenen Saison oder in den Spielzeiten davor, als der " Übermeister " aus München alles zusammenschoss, was sich ihm in den Weg stellte. Dass es damit auf europäischen Parkett allerdings nur bedingt für den FC Bayern reichte und ein " Mia san mia " außerhalb der deutschen Grenzen niemanden interessiert, der es mit dem Milliardengeschäft Fußball hält.

Weil kein anderer Klub aus der Fußball - Bundesliga dem FC Bayern Paroli bieten konnte, verabschiedeten sich die deutschen Vertreter in den drei UEFA - Wettbewerben bereits frühzeitig.  Eintracht Frankfurt überlebte die Vorrunde nicht; der BVB 09 Borussia Dortmund schied in den " Play Offs " aus; für Bayer 04 Leverkusen war im Achtelfinale Endstation. Nur der FC Bayern erreichte das Halbfinale und scheiterte dort an dem Vorjahressieger PSG.

Neben den CL - Beteiligten versuchten sich noch der VFB Stuttgart sowie der SC Freiburg in der Europa ( European ) League. Mit Erfolg, denn während der große VFB aus dem Spätzle - Fresser - Ländle bereits im Achtelfinale die Reisekoffer wieder auspacken durfte, zog der SC Freiburg in das Finale am 20. 05. 2026 in Istanbul ein.

Für den Bundesligavertreter in der UEFA Conference League, den 1. FC Mainz 05, war im Viertelfinale in Frankreich Ende der Reise. Die Mainzer scheiterten bei Racing Straßbourg.

Immerhin konnten die Bundesligaklubs doch einige Punkte für den Koeffizienten, der bei der Verteilung der über die Anzahl der Teilnehmer in der kommenden Spielzeit entscheidet, beitragen. Das könnte in der dreigeteilten Bundesliga erneut auf die Vereine aus Dortmund, Stuttgart, Leverkusen, Leipzig und - na, da schau her - aus Hoffenheim sowie Freiburg zutreffen. 

Von den internationalen Wettbewerben weit entfernt geblieben ist die Mehrzahl der Konkurrenz von Rang 8 bis 18. Und dort befinden sich am 33. Spieltag:

- Eintracht Frankfurt:

Die Pläne des Vereins aus der hessischen Metropole und ihrer nicht immer friedlichen Anhängerschaft waren hoch fliegend. Nach der Trennung von ihrem Trainer Dino Toppmöller im Januar 2026 konnte sich der Klub zwar stabil im Mittelfeld behaupten, doch für eine erwünschte Teilnahme an den europäischen Wettbewerben reichte es nicht. Jetzt droht dem Nachfolger Albert Riera nach wenigen Monaten der Rauswurf. 

-  FC Augsburg: 

Nach dem Ende der " Wagner - Festspiele " ( O - Ton " Sport 1 " - Kommentator in der Nachlese zum vorletzten Spiel gegen Gladbach ) nahm der bereits abgelegte Manuel Baum das Trainer - Zepter in die Hand und führte den Kader aus der Abstiegszone. Na, bitte! Auch alte Besen kehren gut?

- 1. FC Mainz 05:   

Auch die Mainzer lagen am Boden des tiefen Abstiegskellers. Nach dem Trainerwechsel von Bo Henriksen zu Urs Fischer gelangten die 05er langsam aus dem Abstiegsstrudel in ein sicheres Fahrwasser. Gut Ding braucht Weile und Wunder dauern etwas länger?

- VFL Borussia Mönchengladbach:

Auch die Gladbacher zählten über Monate zu dem Kreis der Abstiegskandidaten. Die Leistungen waren derart schwankend, dass ein dritter Abstieg aus der Ersten drohte. Der Trainerwechsel bereits nach dem 3. Spieltag von Gerardo Seoane zu Eugen Polanski erbrachte nur bedingten Erfolg. Die Erwartungen aus dem Vereinsumfeld konnte auch er nie erfüllen. 

- Hamburger Sportverein: 

Nach dem lang ersehnten Aufstieg kam die Ernüchterung. Der HSV dümpelte im unteren Mittelfeld herum und schrammte von Spieltag zu Spieltag an der Abstiegszone vorbei. Immerhin schenkten die Vereinsoberen dem " Aufstiegstrainer " Mavin Polzin ihr Vertrauen, so dass dieser aus dem neu formierten Erstligakader ein stabiles Mannschaftsgefüge formen durfte. Um mitzuhalten reicht es, für mehr nicht.

- 1. FC Union Berlin:

Die Erstliga - Fußballer aus der Bundeshauptstadt gerieten nach einem durchaus ansehnlichen Saisonstart zunehmend in den Abstiegssog. Der Verein trennte sich im April 2026 von dem im Januar 2025 verpflichteten Trainer Steffen Baumgart. Seit dem ist Marie - Louise Eta als erste Trainerin interimsweise tätig. Auch ihr gelang es nicht wirklich, den Klub aus der Abstiegszone zu hieven. Nun soll es Jens Härtel, der zuvor den Drittligisten FC Erzgebirge Aue sowie danach die U19 der Unioner trainierte, richten.  

- 1. FC Köln:

Auch der Klub aus der Domstadt geriet nach einem soliden Start in der Rückrunde in die Nähe der Abstiegsränge. Im März 2026 gab der Verein dem Trainer Lukas Kwasniok den Laufpass und setzte Rene´ Wagner als Interimstrainer ein. Immerhin konnte der den 8. Absteig aus der Bundesliga verhindern.

- SV Werder Bremen:

Das einzig Positive an der ausklingenden Saison bleibt, dass Werder nie einen direkten Abstiegsplatz belegt hat. Der Trainerwechsel von Horst Steffen zu Daniel Thioune erfolgte gerade noch rechtzeitig, um das Elend der Relegation ein weiteres Mal abzuwenden. Die Grund für die rechtzeitige Rettung dürfte jedoch nicht nur der Trainerwechsel gewesen sein, sondern wohl eher die Tatsache, dass mit dem VFL Wolfsburg, dem FC St. Pauli sowie dem FC Heidenheim drei Konkurrenten noch weniger Punkte als der SV Werder aufweisen.

- VFL Wolfsburg:

Dem seit 1997 ununterbrochen zur Beletage zählenden Wolfsburger Klub droht der Abstieg in die zweite Liga. Nach einem durchwachsenen Start sackte der VFL kontinuierlich in die Nähe der letzten drei Ränge ab. Auch die Trainerwechsel von Paul Simonis zu der Interimslösung Daniel Bauer und dem Ex - Coach Dieter Hecking konnte diese Entwicklung nur bedingt stoppen. Die Gründe liegen woanders. Die Vereinsführung ruhte sich auf dem Kissen des Gewesenen aus und hat verkannt, dass die Zeiten andere sind. Statt Titelambitionen heißt es nunmehr Klassenerhalt.

- 1. FC St. Pauli :

Nö, das wird nichts mehr. Leider! Oder sollte das letzte Spiel als Erstligist tatsächlich ein Wunder erbringen?

- 1. FC Heidenheim:

Ein solches geht auch mit dem Abstieg des Provinzvereins aus Baden - Württemberg zu Ende. Das Aufbäumen gegen den Abstieg kam etwas zu spät. warum auch immer. Oder anders ausgedrückt: Millionen schwere Vertragsspieler schießen dann doch mehr Tore.

Als Quintessenz verbleibt: Die halbe Liga spielte gegen den Abstieg und das ist eher traurig, denn interessant.

Nun entschwindet sie aber in die Schublade der Vergangenheit, die 63. Saison der Ersten. Die 64. folgt zugleich. Davor dürfen wir uns als Fußballanhänger aber auf das Mammutturnier Weltmeisterschaft freuen. Oder?


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