Maikäferlarven

 



Beim Umtopfen fand ich diese seltsamen Wesen in der Blumentorpferde. Es waren helle, zum Teil durchsichtige Larven. Innerhalb ihres Korpus waren dunklen Flächen zu erkennen. Nicht gerade ansehnliche Lebewesen, die aus der Topferde an das Tageslicht gelangten. 

Larven sind das Produkt eines Zwischenstadions in der Entwicklung von Insekten, Amphibien oder Würmern. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Larve

Aus den eher hässlichen, sich krümmenden Getier wären später Maikäfer geworden. Eine Insektenart, die noch vor einigen Jahrzehnten durch systematische Vernichtung ihrer angestammten Lebensräume vom Aussterben bedroht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Maikäfer

Das ist allerdings nicht eingetreten. Inzwischen hat sich deren Population erholt. So jubelt der " NABU " in einem Artikel: " Der Maikäfer ist wieder da "( https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/kaefer/01263.html ).

Na, bitte, geht doch noch!

Nun hätte ich die Engerlinge aus der Erde heraus klauben können, diese in einen anderen Blumentopf umsetzen und sie dort ihrem Schicksal überlassen können. Sie wären dort verendet. Ohne ein erreichbares Wurzelgeflecht hätte das Getier den Hungertod erlitten. In dem ehemaligen Whiskeyfass mit dem kleinen Ahornsetzlingen wollte ich sie allerdings nicht belassen. Die gefräßigen Engerlinge fressen nämlich auch deren Wurzeln. Unsere Setzlinge würden nicht einmal diesen Sommer überstehen.

So nahm ich die Engerlinge auf einen Untertopf und verfrachtete sie in den Humushaufen des Nachbarn. Dort gibt es genügend Nahrung und sie richten keinen weiteren Schaden an.

Ob sie die kommenden knapp vier Jahre überleben können, ist dennoch nicht gewiss. Die Larven müssen nämlich dort überwintern. Immerhin werden sie ab dann dort keinen Schaden anrichten. 

Es gibt keine Maikäfer mehr? Doch! 


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