ESC - Boykott?


 

Seit heute Morgen, um ca. 1.20 Uhr wissen wir als Interessierte, dass der nächste " European Song Contest ( ESC ) " in der bulgarischen Hauptstadt Sofia stattfinden soll. Seit diesem Zeitpunkt stand nämlich fest, dass die bulgarische Vertreterin an jener Klamauk - Veranstaltung mit großem Vorsprung zur Siegerin erklärt wurde. Der zweitplatzierte Künstler kommt mit Israel aus einem Land, das geografisch besehen mit Europa so wenig gemeinsam, wie der weitere Teilnehmer Australien. 

Business as usual?

Na, klar. Es geht vor allem um Moneten, aber insbesondere auch um Politik. Und schon allein deshalb ist auch die Ausgabe des " ESC " 2026 keine unbelastete Veranstaltung. 

Warum also soll sich ein Zuschauer diese öde Brüll - Blöd - Banalität antun? Nur, um dabei gewesen zu sein, wie aufgepoppte, mittelmäßige Sänger sich wechselseitig qua Bühnenauftritt im Playback - Verfahren die Show zu stehlen gedenken? Nö, dafür ist die längst begrenzte Lebenszeit zu schade.

Die Phrase, diese normierte Zurschaustellung von mäßig begabten Kehlkopfakrobaten sei unpolitisch wurde auch in diesem Jahr eindeutig widerlegt. Während Russland sowie Weißrussland seit dem verbrecherischen Krieg gegen die Ukraine von der Teilnahme  ausgeschlossen bleiben, boykottierten Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien sowie Island dieses Jahr den ESC.

Das ist durchaus nachvollziehbar, denn wenn das Land des Schlächters Putin und seines willfährigen Nachbarn Lukaschenko von dem Content bis auf weiteres ausgeschlossen bleibt, warum nicht das ihm gleichgestellte Israel, in dem Netanjahu Kriegsverbrechen durchführen lässt?

 Und nicht nur wegen dieser Inkonsequenz ist der diesjährige ESC eine Farce. 

Dass der Beitrag aus Israel mit mehr als 300 Punkten auf dem zweiten Platz landete dürfte denn eher als Trotzreaktion des Publikums gegen die Proteste gegen dessen erlaubte Teilnahme zu bewerten sein, denn der Qualität des Liedes oder Sangeskünste der Interpretin. Das dargebotene Stück war nicht besser als die Mehrzahl der 24 übrigen Songs. Über dieses Gedudel wird in einigen Wochen niemand mehr ein einziges Wort verlieren; geschweige denn es in irgendeinem Sender abspielen. Nichtssagende Plastik - Musik mit sinnfreien Texten und austauschbaren Sängern haben bereits kurz nach ihrer Veröffentlichung ein eingebautes Verfalldatum. Der künstlerische Wert solcher Lieder geht gen Null.

Schade um die vielen Millionen Euro, die für diesen Schund jährlich ausgeben werden. Hinzu kam auch in diesem Jahr der gigantische Sicherheitsaufwand, der den Veranstaltungsort zu einem Alcatraz des zelebrierten Mummenschanzes verkommen lässt. Dagegen hilft nur einens: Erst gar nicht einschalten und boykottieren! 

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