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Montag, 21. Mai 2012

Kein herzliches Beileid!



                                                                                                                  (c) rayand - WIKIPEDIA

Verstehen kann man das Leben nur rückwärts,
leben muss man es vorwärts.


Da hat es doch am Samtstagabend das Novum des Endsiegs im eigenen Kampfgebiet nicht gegeben. Dem ruhmreichen FCB war zuvor nun alle Hand angedichtet und zugetraut worden. Die als " stärkste, beste und ausgeglichenste Mannschaft " stiliserte Millionen-Truppe des Deutschen " Rekordmeisters ", des Deutschen " Rekord-Pokalsiegers " und des Deutschen Einnahme-Krösus versagte im Elfmeterschießen. Nicht kläglich, denn immerhin haben Lahm, Gomez und Neuer das Tor getroffen, dennoch ist diese Finalniederlage so unnötig wie ein Kropf bezeichnet worden.

Was hat die Medien-Meute nicht alles in das Endspiel hinein interpretiert: Wichtigstes Ereignis der Vereinsgeschichte, Kampf des Jahrhunderts ( welches eigentlich? ) oder Spiel der Giganten. Einige Hirnverbrannte wollten astronomische Summen für eine Eintrittskarte berappen ( die Rede war von bis zu 17.000 €! ). Ganz München, nein, ganz Bayern oder noch besser : ganz Deutschland stand hinter dem FCB. Häh? Da muss mich wohl keiner gefragt haben.

So spielten sie denn am 19. Mai 2012 ab 20.45 und 21 Sekunden mehr als 123 Minuten Fußball. Zwar wurde die Kugel fast nur auf das Tor von Chelsea bewegt, aber erfolgreicher - weil nervenstärker - waren eben die Engländer.

An jenem lauen Vorsommerabend im eigenen Garten bei Grillwurst, Brot und Bier kam es gegen 20.30 Uhr zur entscheidenen Abstimmung über die Frage, ob Fußball geguckt wird oder nicht. Der Besuch war mehrheitlich dagegen, meine bessere Hälfte auch und mein eigener Wille unisono nur schwach ausgeprägt, weil ich den letzten Rest an Patriotismus bereits mit der Medienhype, die Wochen vor dem Finale los getreten wurde, sehenden Auges über Bord geworfen hatte.

Die patriotischen Anwandlungen waren bei mir seit den 80er Jahren und den beiden vergeigten WM - Endspielen gegen Italien (1:3) und Argentinien (2:3) nicht mehr sonderlich ausgeprägt und tendierten 1990 beim 1:0 gegen Maradona und Co. gen Null, weil der " Team-Chef " Beckenbauer keine Werderaner im Kader mit nahm. So wurden mir die offen gezeigten Nationalflaggen, das Brimborium innerhalb des Public Viewing oder das Geschisse mit dem Beginn der BL-Saison die Nationalhymne abzunudeln eher zuwider. Als ich deshalb bei der Fußball-WM " dahoam " im Jahre 2006 während eines Besuchs eines Fitness-Studios in Chemnitz, dort im Adam´s Kostüm in der Sauna sitzend, schwitzend, von einem gegenüber Platz nehmenden Mitbesucher gerüffelt wurde, weil ich es gewagt hatte, die Klinsmann-Truppe auf die Verliererstraße zu lancieren, hatte sich meine Anti-Patriotische Haltung noch mehr verstärkt.

Nun, bezogen auf das 2012er CL-Finale - ebenfalls " dahoam " - schlug diese innere Haltung eher noch in latent vorhandene Abneigung um, da die Großmäuler aus München im Endspiel waren. Auch wenn dieser Verein - international betrachtet - auch in dieser Spielzeit die Nummer Eins unter den BRD-Vertretern war, so nötigte mir das bislang Gezeigte auf dem europäischen Terrain nur bedingt Respekt ab. Sicherlich, die Bayern hatten den anderen Europäern gezeigt, dass der wahrhaft deutsche Teil Deutschlands, der auch fußballerisch besehen, herrausragende ist. Bei einem Moas Hefeweizen, einer zünftigen Brotzeit und in Krachledernen, konnte der FCB-Fan - dank der gezeigten Spiel auf europäischer Bühne - die Pleiten im nationalen Bereich locker weg stecken.
Nun hat er nix in der Tasche: Keine Meisterschaft, kein DFB-Pokal, kein CL-Cup; reinweg nix. Nix für ungut, aber der nicht rot trikotierte Fußball-Interessierte kann auch damit sehr gut leben.

Monokausal betrachtet stellte sich für den nicht - bajuwarisch eingefärbten, den nicht - patriotisch angetünchten und eher skeptisch bewertenden Spectator die existenzielle Frage:

Warum also sollten die Spieler des FC Bayern München den Cup gewinnen?

Die ist nun, zwei Tage nach den drei Fehlschüssen der Saison ( Robben, Olic, Schweinsteiger ) beantwortet. Es gab keinen ersichtlichen Grund dafür; vor allem nicht vor dem Spiel. Wie formulierte es einst der Ex-Nationalspieler und einstige Borusse aus Dortmund? " Grau ist alle Theorie - entscheidend is auf´m Platz!"
Wohl wahr, auch wenn es dafür 5 € in das " Phrasenschwein " des Bazi-Lobhudelsenders aus der FCB-Heimat zu zahlen gibt.
Die dort angeordneten Trauertage werden denn alsbald vorüber sein, denn es gilt, die 7 FCB-Nationalspieler für noch höhere Aufgaben wieder aufzubauen. Olli Bierhoff hat es ja schon angedeutet.
Deshalb hält sich meine Trauer in ganz engen Grenzen.

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