Haftung für externe Links - Datenschutz

Hinweis und Belehrung

Aus gegebenen Anlass erkläre ich hier durch, dass eine rechtliche Haftung für den Inhalt externer Links - unter Anwendung der bundesdeutschen Gesetze und der Rechtsprechung - ausgeschlossen ist. Ich distanziere mich ausdrücklich von Inhalten, die mittels Verlinkung in meinen Veröffentlichungen eingebettet werden und möglicher Weise gegen Rechtsvorschriften verstoßen könnten.

Da die Verwendung von so genannten Cookies auf diesem Blog nicht erfolgt, schließe ich auch die Haftung - aus welchen Rechtsgründen auch immer - ausdrücklich aus.

Beiträge mit strafrechtlich relevanten Inhalt, wie beispielsweise Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede, Bedrohung sowie das Verwenden von verfassungsfeindlicher Symbolik, werden unangekündigt gelöscht und den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Kenntnis geleitet.

Samstag, 12. Mai 2012

Rhababerkuchen! Alles frisch, oder was?




Ich kann mich an Zeiten meiner Kindheit erinnern, da wurden die - vielen, denn es gab einst auch viele Kinder - Geburtstage mit immer den gleichen Abläufen gefeiert. Gegen 15.00 Uhr erschienen die eingeladenen Freunde und Nachbarkinder, gegen 16.00 Uhr gab es Kakao und Kuchen, gegen 18.00 Uhr war der Geburtstag vorbei.

Viel mehr als die damals sehr einfachen Geschenke, interessierte mich der selbst gebackene Kuchen. Die Leckereien aus Mehl, Eiern und Hefe, aus Zucker, Backpulver und Butter, aus Schokolade, Marzipan und Obst. Besonders gerne vertilgte ich die Obsttorten. Der Boden, den meist meine Großmutter fertig stellte, wurde dann mit einer Vanillepuddingschicht belegt, auf der das frische Obst eingelegt werden musste, ehe dieses mit einer zarten Schicht Gelatine überzogen wurde.

Nun, neben den obligatorischen Erdbeerkuchen, gab es auch Heidelbeertorte, Stachelbeerkuchen, die meistens aus dem eigenen Anbau des Gartens stammten. irgendwann, ab den 60er Jahren, der BRD-Wirtschaft und - Gesellschaft ging es inzwischen gut, kamen die Obsttorten mit Ananas, Mandarinen oder Pfirsichen aus der Konservendose in Mode. Angeblich sollten die - vermeintlich exotischen - Früchte einen Hauch von Wohlstand, Exklusivität und Modernität vermitteln. Das der Malocher und einfache Angestellte immer noch wenig verdiente und deshalb diese Früchtekonserven in Relation zum Einkommen, sündhaft teuer waren, wurde mir erst viele Jahre später bewusst.

Die Konservenfrucht-Torten bestanden nicht nur aus künstlich haltbat gemachten Früchten, sondern wurden auch auf einen Industrie-Tortenboden gelegt, der dann mit ordentlich Gelatine aufgepeppt werden musste, damit das Ganze nach mehr aussah. Gegessen habe ich den Kunstkuchen zwar auch, aber viel leiber waren mir die " richtigen " Torten von Oma " Menken " Wilhelmine, meiner Großmutter mütterlicherseits. Diese Kuchen waren eben einsame Klasse. Das war die Champions League der Kalorien behafteten Naschereien.

Tja, und nach vielen Jahrzehnten, unzähligen Stückchen verdrückter Torte in diversen Variationen, steht für uns unbestreitbar fest: Unsere Großmütter waren die Besten; vor allem im Kuchenbacken.
So wächst auch nicht nur auf dieser Ebene zusammen, was zusammen gehörte, sondern auch ähnliche Kindheitserlebnisse hatte. Da waren die Geburtstage noch nicht mit Mc Blöd- Events und sonstigem Konsum-Geschisse überfrachtet, da wurden die Geschenke nicht nach dem Motto: " größer, teurer, dümmer " gekauft und übergeben und da waren die Geburtstagskuchen noch per Hand gemacht, so wie diese:

Einfach lecker - zum Reinbeißen - dieser Rhababerkuchen!

Und wegen der doch duch das Anklicken meines Artikels / Blogs vorhandenen Interessenten hier ein  bzw. das zu den Fotos passende Backrezept:


Rhababerkuchen

Rhababer:
(Zubereitung 1 Tag vorher )

500 g Rhababerstengel schälen, in Stücke schneiden, reichlich Zucker zugeben und abgedeckt abstehen lassen. 


Boden:


150 g Dinkelmehl

 75 g Butter oder Margarine

70 g Rohrzucker

1     Ei

1    Teelöffel Backpulver

Die Zutaten gut verrühren ( Mixer ). In eine Springform eingeben. 15 - 20 Minuten bei 180 ° Grad in einem Umluftherd bei Unter - und Oberhitze aufbacken. Das Back - oder Bodenblech sollte dabei in die Mitte des Ofens eingesetzt werden.

Boden aus dem Ofen entnehmen.
Dann die Flüssigkeit der Rhababerstück in ein Gefäss abgießen.
Rhababerstück auf den Kuchenboden gleichmäßig verteilen.

Den abgegossenen Rhababersaft bis 200 ml gegebenenfalls mit kaltem Wasser auffüllen.

1 Päckchen Vanillezucker hinzu geben.

1. Esslöffel Rohrzucker in die Flüssigkeit einstreuen.

1 Päckchen Vanillepudding mit dieser Flüssigkeiten sämig anrühren.

Die gesamte Flüssigkeit dann kurz aufkochen lassen und mittels Backschaber oder Eßlöffel auf den Rhababer verteilen.

Den Kuchen für ca. 30 Minuten bei Unter - und Oberhitze bei 150°  Grad in einem Umluftherd aufbacken.

Danach aus dem Ofen heraus nehmen und für mindestens 1 1/2 Stunden abkühlen lassen.


Eischnee

3 - 4 Eier ( je nach Größe ) aufschlagen. Das Eigelb separieren.

1 Päckchen Sahnesteif mittels Mixeer unter geben.

Den Eischnee auf den Rhababerkuchen mit einen Küchenschaber oder Messer auftragen und glatt ziehen.

Den Rhababerkuchen erneut in den Backofen geben. Unter den gleichen Funktionsbedingungen bei 100 ° Grad für 10 Minuten aufbacken. Die Baiser - Oberfläche sollte dabei zart braun anlaufen.
 Herausnehmen.  Etwa 1 Stunde abkühlen lassen.

Gutes Gelingen!

Hinweis: Das nicht benötigte Eigelb kann für ein köstliches Rührei verwendet werden.