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Mittwoch, 5. Dezember 2012

Werbung schreit - 2. Episode: " Ihr Eurolein kommet! "





" Joh, nu is et Wienachten worn ", um es einmal mit dem brennenden Herzen eines norddeutschen Gesamtdeutschen zu formulieren. Nicht nur deshalb, weil sich die Geschäfte, bereits mit Weihnachtsgedöns prall gefüllt, festlich zeigen,die Lautsprecher den suchenden Kunden mindestens 12 Stunden lang mit der Endlossoße aus Weihnachtsliedern nerven und die Städte, Grundstücke und Häuser festlich illuminiert sind, nein, auf die Werbeindustrie läuft jetzt zur Höchstform auf. Die all jährlichen, gleichförmigen Spots in den Sendungen sowie auf vielen Kanälen, werden nun nur noch bedingt registriert; ist ja deren Infromations - und Wahrheitsgehalt gen Null gehend. Im übrigen lassen sich diese per Knopfdruck vermeiden, indem das Geplärre einfach ausgestellt oder auf einen anderen Sender geschaltet wird. Gleiches gilt auch für die unsägliche Radiowerbung. Da hat es der nicht konsequent agierende Wohnungs - oder Eigenheimnutzer schon ein wenig schwieriger. Schließlich ist er ja verpflichtet, einen Postkasten mit Namensaufschrift zur Verfügung zu stellen. Was sich da so alles an Werbemüll anfindet, habe ich bereits in einem früheren Posting kurz beschrieben.

Inzwischen ist unser Breifkasten zwar neu, die Probleme mit der unerwünschten Werbung durch Einwurfsendungen sind jedoch geblieben. So habe ich ein wenig überlegt, ob ich auf das matt eloxierte Aluminiumschild oder die Einwurfklappe einen eindeutigen Hinweis anbringe, dass hier " Werbung verboten " oder - etwas weniger drastisch ausgedrückt " Werbung unerwünscht " ist. Mir kamen dann doch ein klein wenig Skrupel. Konnte ich jeden Mittwoch, Freitag und Samstag jene Zusteller auf der Basis eines geringfügig Beschäftigten oder als Rentner beobachten, die sich mit einem zweirädigen Gefährt die Straße heraus quälten, oben kehrt machten und diese wieder herunter gingen. Teilweise übergab ein junger Mann mir den dicken Packen mit Werbung oder die gratis verteilten Wochenblätter selbst. Wollte ich so hart auftreten und ihm die paar Cent, die er mit jeder Einwurfsendung einstreichen konnte, zukünftig verweigern?

Letzendlich trifft es immer nur die Kleinen, die armen Schlucker und die Abgehängten, dachte ich bei mir, als am Samstag wieder der Briefkasten mit jenem Mist voll gestopft war, den ich nicht lese, denn es ist ja alles nur Reklame. Und was sich dort wieder einfand:

1. Kaufland - TIP DER Woche mit der debilen Karen Webb als Werbefurie auf der 1. Seite und mehr als zwei Dutzend eng bedruckten Artikelauflistungen;

2. POCO DOMÄNE, ein Möbeldiscounter und Haus für Einrichtungszubehör bietet nebenbei auch Weihanchtsdekorationstinnef an;

3. TOOM, die bekannte Baumarktkette macht sich auch vorweihnachtliche Gedanken in Form von allerlei Nippes, den in Wahrheit niemand braucht;

4. AWG, ein Bekleidungshändler, der Billigware verscherbelt und hier viel Nippes, das mit Weihnachten zu tun hat, im Angebot unterbreitet;

5. ALDI Aktuell, der Gigant unter den Lebensmitteldiscountern ist auch schon längst auf den X-Mas-Trip abgefahren. Im Billigformat, versteht sich.

6. Netto  wirbt mit dem Slogan " Lass Dich überraschen ". Huch, das gesamte Weihnachtsstressfest wird eine solche sein. Benötige ich deshalb noch weitere Animation? Nö!

7. Travel FREE, häh, ich denke da an " Free Willy ", den eingeknasteten Orca. Hat damit aber nix zu tun, sondern der freie Reisende bekommt hier Spirtousen, Kaffeesorten und Körperhygiene in Form von edlen Duftwässerchen und Deos offeriert. Brauche ich net, bin kein Fan des permanenten Eindieselns.

8. LIDL behauptet " LIDL lohn sich ". Hmmmh, ich assoziiere hier eher " LIDL löhnt schlecht " und bespitzelt die Mitarbeiter/innen. Dass es weihanchtet, geht aus dem Prospekt auch hervor. Hätte ich auch sonst schon gewusst.

9. Real will mir weismachen: " Einmal hin. Alles drin. " Tja, schlechtes Deutsch! Bei der alten Tante " Real " war ich schon lange nicht mehr. Zuletzt in den 1990ern in Bremen. Kein Verlust?

10. Karstadt hält " Geschenke für Kinder " bereit. Klar, aber im Hochpreissegment. Lieber sehe ich mir die Glitzerfassade in unserer wunderbar geschmückten Innenstadt von außen an, sonst könnte das Portemonnaie Schwindsucht erleiden und das Konto die Fallsucht beschleichen.

11. LIDL hat noch einen Nachzügler in den Buntstapel eingelegt. In der Filiale Schützenplatz 1 in Meißen (??? ) gibt es laut Sonderblatt " Sonderaktionen ". Auweia, bevor ich da hin komme, hat der mobile Mumienexpress oder der private Rentner-Shuttledienst alles leer gekauft und denke ich an die Benzinpreise, ist die vermeintliche Ersparnis bereits auf halben Weg dort hin aufgezehrt.

12. Edeka Center zeigt sich mal wieder schön gelb mit blau. Brrrrh, da denke ich gleich an die FDP und ein Würgegefühl steigt in mir hoch. Dann ist da noch ein Herz in rot zwischen der Aussage " Wir.... Lebensmittel ". Grübel, grübel, soll wohl " lieben " bedeuten. Neee, nicht mit mir.

13. Dann hat sich noch die Sächsische Zeitung aufgeblasen und gibt gratis einen Kalender für das Jahr 2013 in die Haushalte. Natürlich mit Eigenwerbung und Werbegeschenken versehen. Keine Interesse, denn ich bin mir sicher, dass das Jahr 2013 am 01.01.2013 um 0.00 Uhr beginnt und am  31.12.2013 um 24.00 Uhr endet, 52 Wochen hat, 365 Tage umfasst und ich irgendwann dazwischen ´nen runden Geburtstag feiere. Nur welchen?

14. Und zum Schluss, last but not least, bietet eine Physiotherapeutin ihre Dienste an. Eine Helena Z. betreibt ihre Praxis Am Bonhoefferplatz. Das ist für einen älteren Herren schon eher eine gute Adresse. Nach dem MphG ist diese immerhin eine qualifizierte Fachkraft, wirbt nicht unlauter, verspricht keine Weihnachtsüberraschungen und kämpft nicht mit der Masse um Kunden, deren Moneten auch in 2013 nicht mehr sonder eher weniger werden.

Na, denn: " Ihr Kinderlein kommet !"

Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

Haste wenigstens eine Grundlage für ein wärmendes Feuerchen! ;o)

Lobster53 hat gesagt…

Kloar, so hatte ich auch die beiden Kaminöfen in Jang jekriecht. Nee, es nervt scho a bisserl, gelle.