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Freitag, 3. Februar 2017

" Gong " und der fliegende Teepott



Was macht ein australischer Musiker, dessen Visum während einer Tournee in Frankreich abgelaufen ist und dessen Einreise nach England dadurch nicht möglich ist? Zunächst - das gilt auch heute noch - dicke Backen. Dann holt er sein Handy / Smartphone aus der Tasche, telefoniert mit seinem Anwalt, begibt sich zur nächst belegenen Botschaft und lässt das Visum verlängern oder beantragt - für entsprechend viel Geld versteht sich -, eine neue Aufenthaltsgestattung.

Der inzwischen verstorbene Gitarrist Daevid Allen durfte 1967 mit der Band " Soft Machine " zwar nach Frankreich aus - und dort einreisen, jedoch nicht wieder auf die Insel zurück kehren. Er blieb in Folge dessen, einfach in Frankreich und traf dort weitere Musiker mit denen er dann die Gruppe " Gong " gründete.


https://de.wikipedia.org/wiki/Daevid_Allen

" Gong " ,dass war Chaoten - Musik vom Allerfeinsten. Als Hard - oder Rockfan wurden alle jene von der Truppe auf das Extremste gequält, die - so wie ich - auf schrillende, fetzige Gitarren - Soli, auf knackige Bass - Figuren oder auf scheppernde Schlagzeug - Einlagen fixiert waren. Geduldet wurden darüber hinaus allenfalls, Orgel - Passagen oder elektrische Flöte, Violine und Mellotron.

Was " Gong " allerdings in die Rillen pressen ließ, war für die Ohren des Durchschnitts - Prog - Rock - Anhängers wohl eher eine Zumutung.
Neben Jazz, Free Jazz und Stakkato - Gesangsübungen, nervte die Formation um Allen mit elektronischen Klimbim und sinnfreien Texten. Und dennoch: Es gab bereits wenige Jahre nach der Gründung der dann wechselnden Formation, eine Unzahl von Fans jener Musikrichtung, die dann später als " Canterbury Style " qualifiziert wurde.

Die erste Vinyl - Scheibe der Band um Allen und seiner damaligen Lebensgefährtin Gilli Smith heißt " Magick Brother " und erschien 1970 bei BYG - Records.


http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=3573&content=review

Ein Jahr darauf brachte die Band das Album " Continental Circus " heraus, auf dem sich statt der 10 Titel, wie sie das Debüt - Album vorweist, nur noch 4 Songs wieder finden, die dafür aber eine bereits dann mehrheitlich eine übliche Länge von nahezu 10 Minuten aufweisen. Das die Band hier bereits umbesetzt wurde, muss nicht unbedingt erwähnt werden.

http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=3591&content=review

Im selben Jahr noch war " Gong " ein weiteres Album auf den Markt, dass " Camembert Electrique " tituliert wurde. Hierauf befinden sich vier Jingle artige Kurzstücke von unter einer Minute, drei Stücke von unter fünf Minuten Spielzeit sowie vier etwas längere Songs.

http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=3592&content=review

Zwei Jahre darauf veröffentlichte " Gong " - dann schon mit dem Gitarristen Steve Hillage - das Album " Angel´s Egg ". das sage und schreibe 15 ( ! ) Stücke enthält. Die Spieldauer mit über 50 Minuten ist zwar nicht rekordverdächtig, jedoch eher unüblich.
Aus dem Quintett wurde derweilen ein Septett, dem auch Pierre Moerlen angehörte.

http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=3595&content=review

Aus dem gleichen Jahr, nämlich 1973, stammt das fünfte " Gong " - Album. Es nennt sich " Flying Teapot " und enthält sechs Stücke. Es musizieren dabei diese neun Personen:




https://en.wikipedia.org/wiki/Flying_Teapot_(album)

Neben spinnerten Musik - Experimenten und Klamauk - Einlagen, zeigt das fünfte " Gong " - Album bereits die Entrücktheit der Band von dem realen Leben, dass wohl durch den Drogen - Nebel derart verschwommen wahr genommen wurde, so dass eigentlich nur solche Liedchen in die LP - Rille gepresst werden konnten:
  1. "Radio Gnome Invisible" (Allen) – 5:32
  2. "Flying Teapot" (Allen, Moze) – 12:30
  3. "The Pot Head Pixies" (Allen) – 3:00
  4. "The Octave Doctors and the Crystal Machine" (Blake) – 2:00
  5. "Zero the Hero and the Witch's Spell" (Allen, Blake, Tritsch) – 9:45
  6. "Witch's Song/I Am Your Pussy" (Smyth, Allen) – 5:10


http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=3594&content=review

Der spätere Milliardär Richard Branson und sein " Virgin " - Label gaben Allen´s Mannen die Gelegenheit sich hierbei zu vertun und die entfleuchten Theorien des Wilhelm Reich, die hypothetischen Wunderkräfte des " Orgon Akkumulators " vielleicht doch in Töne umsetzen zu können. Immerhin diese Art von Space - Jazz - Fusion - Musik, haben bei mir insoweit etwas bewirkt, dass ich mir auch nach 44 Jahren, die Gnade der späten Erkenntnis, dass nicht alles, was klanglich möglich zu sein scheint, auch umzusetzen ist, weiterhin behalte.
Nein " Gong " war nie mein Ding und selbst wenn die beiden Orgonisten Allen und Smyth inzwischen das Zeitliche gesegnet haben, so muss ich nun nicht, quasi post mortem, in den Olymp der Großen einordnen.

Dass " Gong " allerdings Musik - Geschichte geschrieben hat - vielleicht auch weiterhin dabei ist , dieses fortzuführen - stelle ich hiermit unstreitig. Wer eine Batterie von Alben im Verlauf von beinahe 5 Dekaden heraus geworfen hat, muss etwas von Unterhaltung im weitesten Sinne verstanden haben:


https://de.wikipedia.org/wiki/Gong_(Band)


Gut´s Nächtle mit " Gong " und dem fliegenden Teepott , der wohl kein Ostfriese gewesen ist:


Es lebe Reich´s mystischer Eingriff in die Welt der menschlichen Libido, oder so?


Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

boah... anstrengend!

Lobster53 hat gesagt…

Selbst wattierte Ohren werden nicht vom Schmerz der britisch - australisch - französischen Melange verschont bleiben. Immerhin: Die Anhängerschar war groß. Und nur dieses zählte damals.