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Donnerstag, 9. Februar 2017

Zero Point - Niveau?



Heute Abend ist endlich kein aktueller Fußball im so genannten Free - TV angesagt. Das müde Gekicke zwischen den Bazis aus München, die nun ab der kommenden Saison ohne ihren schwäbischen Import Lahm auskommen müssen, weil dieser sich nicht zu einer Lachnummer herab degradieren möchte, wenn ein 18jähriger Jungspunt aus der Stürmerreihe der Gegner ihn überläuft, dem Radkappen aus Wolfsburg sowie der Berliner Hertha und dem Krawallo - Verein aus dem einstigen Pütt, ist zunächst bis auf Freitag verschoben worden. Dann beginnt der 20. Spieltag und mein Dauerzittern um meine Grün - Weißen von der Weser.

Nein, heute Abend, zur Prime - Time, gibt es Musik auf die Ohren. Oder es wird zumindest so getan, als seien es wohlige Klänge, die aus dem Flat Screen nebst JBL - Fernseh - Boxen in das beheizte Wohnzimmer dringen könnten.  Hmh? Tue ich mir das Genöle an? Einen leichten Vorgeschmack bot der Nachrichtenkanal des MDR in seiner Berichterstattung am frühen Morgen, als hier jene fünf Aspiranten für den Einzug in das Halbfinale zur ESC - Vorentscheidung vorgestellt wurden.

Der Glotzer darf - das ist Basisdemokratie in Reinkultur - auch darüber abstimmen. Und nur der Zuschauer ist hier gefragt. Die Zeiten, in denen sich die Ernennung der überlebenswichtigen ESC - Nominierung qua Diktat von Oben, aus den mafiösen Strukturen der Schlagerlaffen - Bande rund um das dynamische Verdummungsduo Siegel / Bruhn oder der alternativlosen Nonsens - Truppe aus dem Sumpf des dicken Fleischmeistersohnes aus Köln mit Namen Stefan Raab, rekrutierte, könnten mit den nunmehr verordneten, plebiszitären Strukturen rund um das Zwangsgebühren alimentierte ESC - Geheule, endgültig vorbei sein.
Der zahlende Glotzer wird jetzt gefragt und der entscheidet letztendlich, wer mit der Lizenz zum Einfahren von Zero Point oder Plätzen im Abstiegsfeld des ESC - Klamauks, betraut werden darf.

Wenn also heuten Abend ab 20.15 Uhr die Wuchtbrumme Barbara Schöneberger ihre 80 Kilogramm Kampfgewicht, bei einer Konfektionsgröße von glatten 44 ( neudeutsch: XXL ) in einem vermeintlichen Designer - Kleid auf die ausgeleuchtete Bühne bringt, dann singen die ESC - Fans Hosianna, die Freunde der platten Unterhaltung jenseits von Headbanging, Indie - Pop - Gedödele oder ost - bis nostalgischen Rentner - Rock aus dem der 1960er bis 1980er Jahre, werden somit versuchen, auf ihre Kosten zu kommen.

Bühne frei - den traditionellen Vorhang gibt es ja schon lange nicht mehr - für eine neue Runde des ewig währenden Ratespiel " Wer bin ich? " oder " Hätten Sie´s gewusst ? " und " Einer wird gewinnen " sowieso. Aber auch " Vergißmeinnicht ", denn so schnell, wie die vermeintlichen Kehlkopfakrobaten aus dem Nebel des Grauen rund um die popigen Musikwelt hervor treten, so rasend schnell, werden sie in der Unendlichkeit von Zeit und Raum entschwinden. Gnade derjenigen aus ihrer Zunft, die sich später - mangels Interesse der Medien - und Unterhaltungsmeute - im Schlamm des " Dschungelcamps ", bei Didi´s Dödel - Shows " DSDS " oder " DSST " vertun müssen,; vielleicht sogar der Perma - Fleischbeschau im Blech - Container dahin vegetieren. Sie sind der Verdammnis des Vergessens auf HARTZ IV - Niveau ausgesetzt.
So, wie es das Unterschichtsfernsehen täglich auf viel zu vielen Kanälen zelebriert.

Sangeskunst im ESC - Vorausscheid auf Zero Point - Niveau? Panem et circenses, so hieß es einst im Alten Rom. Aber auch: Ex duobus malis minimum eligendum est. Und zudem: De nihilo nihil.

Wie wahr, wie wahr. Wir sollten uns nicht an die spät - römische Dekadenz zu sehr erinnern und ihr frönen, sondern uns auch an das Prinzip des Weniger - ist - mehr erinnern. Womit kalr liegt, dass, wer nichts kann auch nichts erwarten darf.


Stultorum es, quidlibet dicere.


https://de.wikipedia.org/wiki/Unser_Song_2017

" Wishbone Ash " und " Sing out the song ", 1973, Album: " Wishbone Four ":

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Ich hab seit Kindertagen keinen ESC verpasst, und wenn ich mich recht erinnere auch keinen Vorausscheid. Da ist man wirklich leidgeprüft. Diese ewig angestaubte Herangehensweise der ARD, zum Erbrechen. Wie es anders ging, sah man in den Raab-Jahren. Es muss ja nicht zwangsläufig ein erster Platz rausspringen - Spaß machen darf es aber schon gerne! Macht es aber nicht mehr. Sollen die mal machen, dieses Jahr geb ich mir den Vorausscheid nicht mehr und zum Finale im Mai verkleide ich mich als rumänischer Tourist oder so was. Manchmal muss man auch loslassen können... ;o)