Es rumort bei BURDA
Die Medienlandschaft in Deutschland sah vor mehr als 77 Jahren in den beiden gegründeten Staaten - sprich der BRD und der DDR - vollkommen anders als heute aus. In dem, von den drei allierten Besatzungsmächten bewachten westdeutschen Teil existierte wieder eine Vielzahl von Presseverlagen, da die strikten Regelemnetierungen durch die allierten Kontrollgremien nach der Kodifizierung des Grundgesetzes im Mai 1949 und dem darin verankerten Artikel 5 sukzessive abgebaut wurden. Dami bekamen die so genannten Altverlege nunmehr die Chance täitg erden zu dürfen. Diese galten zuvor als zu stark belatete, denn sie schlossen sich der vormaligen NS - Propagandamaschinerie nahtlos an.
Zu den Altverlegern zählte einst auch Hubert Burda. Er wurde am 09. 02.1940 in Heidelberg als drittes Kind des Verlegerehepaars Franz ( https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Burda ) und Aenne geboren. Ab Ende 1986 übernahm er allein die Leitung der Burda Holding.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda
Diese Stellung gab er bis 2025 an seine Kinder Elisabeth und Jacob.
Zu den wichtigen Erzeugnissen der Burda Medien Gruppe ( https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda_Media ) zählen unter anderen " Bunte, Freizeit Revue, Superillu, Focus ". Hieraus generierte Burda den Hauptteil seines seit Jahrthenten bestehenden erheblichen Vermögens ( 3,6 Milliarden Dollar, Stand 2021 ).
Seit einigen Jahren rumort es gewaltig an der Konzernspitze. Mutmaßlich auch deswegen, weil der inzwischen 86jährige Hubert Burda die Konzernleitung nur widerwillig abgeben wollte und dabei die Entwicklungen auf dem Mediensektor verkannte. Hierdurch drohte der Konzern in eine problematische wirtschaftliche Lage zu geraten, denn die Verkaufszahlen sowie Umsätze in dem Bereich der Printmedien wiesen rückläufige Zahlen auf.
Die " Bunte ": https://de.wikipedia.org/wiki/Bunte , inzwischen 4,60 Euro teuer, verlor in den letzten Jahren 58,4 % ihrer Auflage. Das Klatsch - Tratsch und Promi - Verherrlichungsblatt trägt zwar immer noch in nicht unerheblicher Weise an dem Konzernumsatz bei, dürfte in der dargebrachten Form wohl kaum zukunftsfähig sein.
Der " Focus ": https://de.wikipedia.org/wiki/Focus, mittlerweile 5,90 Euro billig, wies im Vergleich zu den 1990er Jahren einen Auflageschwund von 73,2 %,was aktuell einem Rückgang von mehr als 572.000 Exemplaren je Ausgabe entspricht. Das einst als Widerpart zum Hamburger " SPIEGEL " von dem mittlerweile feisten Helmut Markwort ( " Fakten, Fakten, Fakten! " ) geleitete Nachrichtenmagazin befindet sich nicht nur im Printmediensektor im Sinkflug, womit auch hier die künftige Existenz stark gefährdet sein könnte, sondern ist auch inhaltlich sowie qualittativ nicht mehr mit dem in den Gründerjahren vergleichbar.
Die " Freizeit Revue ": https://de.wikipedia.org/wiki/Freizeit_Revue verlor seit 1998 mehr als 791.000 Stück der Wochenauflage, was einem Verkaufsrückgang von 72,1 % entspricht. Das Nonsens - Blatt mit kitschigem Anstrich und von unkritisch dargelegten Beliebigkeitsthemen geprägte Regenbogen - Presseerzeugnis ist wohl gleichfalls in dieser Form nicht mehr zukunfsfähig. Auch wenn der Verkaufspreis lediglich 2,49 Euro beträgt.
Die " Superillu ": https://de.wikipedia.org/wiki/Superillu, ein nach 1990 von dem " Burda Verlag " in Offenburg ins Leben gerufne Produkt für den ostdeutschen Markt, ist immer noch ein umsatzstarkes Print - Produkt, musste allerdings seit dem prozentual den größten Umsatzrückgang mit 78,3 % und mehr 456.000 Exemplare je Ausgabe netspricht. Nach einer inhaltlichen Umorientierung von überwiegend, auf Ost / DDR - Nostalgie beruhenden Themen, hin zu allgemeinen, vollkommen unkritischen Klatsch - und Tratschartikeln, konnten die Verkaufszahlen in der alten Bundesrepublik Deutschland stabilisieert werden, dennoch sanken diese stetig. Ob dieses Blatt, das inzwischen 2,40 Euro an den Verkaufstellen kostet, auf Dauer überleben wird, erscheint mehr als fraglich.
Diese Tendenzen sowie das radikal geänderte Freizeit - und Konsumverhalten der breit angelegten Leserschaft haben den " Burda Konzern " zum Umdenken, Handel und vor allem Umstruktrurieren gezwungen. Der einstige Chef Hubert Burda hat das Zepter abgegeben. Spät, aber vielleicht noch nicht zu spät, trat der patriachaische, beratungsresistente Schwabe aus dem Dunstkreis der Deutungsmacht zurück.
Ob das alles ausreicht, um den Konzern für die digitale, von der KI geprägte und dominierte Lesewelt auf Zukunft zu trimmen, bleibt mehr als fraglich.
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