Wer hat Angst vor Frau Elif Eralp?

 




Als vor etwa einer Woche mein Blogger - Kollege aus Berlin dieses hier einstellte:

" Die Linken haben in Thüringen zehn Jahre lang den Ministerpräsidenten gestellt. Mussten die Juden damals Angst haben? Aber jeder Türke muss Angst haben, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellt. Aber die Vermieter-Lobby und ihre Partei, die CDU sähen jetzt Hass gegen die Linke. Als ob es um Antisemitismus ginge, lächerlich. "

war die Hetze gegen die Partei " Die LINKE " und ihren Landesverband in Berlin bereits im vollen Gange. Primär richtet sich das mediale Interesse, das in den meisten Fällen durch Vorverurteilungen, billige Polemik oder einfach nur Unwissenheit geprägt war, gegen den Berliner Landesverband insgesamt, denn weniger gegen die Wahlsiegerin und Spitzenkandidatin Elif Eralp. Die Juristin wurde allerdings gleich in einen Topf mit Parteimitgliedern, respektive Funktionsträgern, die israelkritische, angeblich antisemitische Äußerungen öffentlich bekundet haben sollen, geworfen.

Die studierte Juristin hat sich indes explizit für die Existenz des Staates Israel und gegen durchaus vorhandenen Antisemitismus ausgesprochen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Elif_Eralp

https://www.parlament-berlin.de/Abgeordnete/elif-eralp

Allerdings sind Parteimitglieder wie Vanessa Emde und Ferat Kocak in die öffentliche Kritik geraten, die sich in problematischer Weise, auch in Zusammenhang mit den von Israel geführten Kriegen gegen die Hamas und den militärischen Aktionen gegen den Libanon sowie Syrien und den Iran geäußert hatten und dabei den vermeintlichen Konsens der übrigen politischen Parteien sowie in der Gesellschaft, wonach dem Staate Israel ein Selbstverteidigungsrecht zugesprochen wird, haben verlassen sollen. Von alledem lässt sich weder im abgelaufenen Wahlkampf der Berliner Linken, noch danach etwas Konkretes beweisen. Allenfalls dienen Vermutungen der CDU und ihren verbündeten Medienvertretern dazu, nun richtig auf die vielleicht künftige Regierende Bürgermeisterin der Millionenstadt an der Spree vom Leder zu ziehen. Dabei ist den Schwarzen nahezu jedes Mittel recht, um diese zu diffamieren.

In ähnlicher Weise musste die einstige Bundesministerin Bärbel Bas von der SPD eine von den CDU‑/CSU‑Granden sowie der willfährigen Presse initiierte Hetzkampagne leidvoll erfahren, wie es ist, wenn dem angeblichen Reformkurs des Bundeskanzlers Merz und seinen Handlagern widersprochen wird. Bärbel Bas wurde öffentlich als " Sozial - Stalinistin " diffamiert. Die SPDlerin gab zum Schluss resignierend auf.

In gleicher Form wird jetzt gegen die Berliner Linke vorgegangen. Aus der Mottenkiste der ideologischen Rabulistik herausgekramt, sodann gepaart mit jenen üblichen Totschlagargumenten, wird jetzt öffentlich auf diese Partei eingedroschen. Das gesamte Gehetze dient nur einem einzigen Zweck, nämlich von der eigenen Unfähigkeit der CDU / CSU, ihres Kanzlers Merz, seiner karriereorientierten Gefolgschaft und den Jungunionisten, die ja am Wochenende ihren Parteitag abhalten durften, abzulenken. Dort wurde diese von Teilen der Medien als " junge Wilde " bezeichnet. Eine maßlose Übertreibung, denn die es sind, weder junge, geschweige denn wilde, die sich hier kreuzbrav der Medienmeute präsentierten. Zudem ist es das biedere Fußvolk mit Parteiaufstiegsambitionen als Gegenpart des Kanzlers sowie des permanent geifernden Söder aus Bayern zu verstehen. Es sind vielmehr auf Parteikurs gehaltene und sich selbst dort bewegende Karrieristen. Schon vor Jahrzehnten, als die Mutterpartei noch mehr als 40 % der Wähler auf sich vereinen konnte, waren sie angepasst.

Während Merz und Söder unter tosendem Applaus gegen die Linke austeilten, stellt sich einem kritisch eingestellten Außenstehenden die Frage, ob hier nicht wieder ein riesiger Popanz aufgeblasen wird, der der Öffentlichkeit suggerieren soll, dass der seit Merkels Regentschaft in den Dreck gefahrene Karren, nur deshalb dort weiterhin stecken geblieben ist, weil andere Parteien, so auch die Linke, sich gegen die vermeintliche Reformpolitik der Schwarzen stellen. Die Merz’sche Politik ist alles andere, aber keine Politik von oder zu Reformen. Sie zeigt nur eines, nämlich Kürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich zulasten der immer größer werdenden Anzahl von sozial Schwachen.

Und just dieses prangern die von Merz angegangene Ministerpräsidentin Schwesig aus Mecklenburg - Vorpommern sowie Frau Eralp öffentlich und unter Benennung der Tatsachen öffentlich an.

Also: Wer hat eigentlich Angst vor der Wahrheit und engagierten Politikerinnen, wie es diese beiden sind?



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

" Eine Seefahrt, die ist lustig. " - nur nicht in den 60er Jahren zum AOK - Erholungsheim auf Norderney.

" Oh Adele, oh Alele, ah teri tiki tomba, ah massa massa massa, oh balue balua balue. " und die Kotzfahrt nach Wangerooge.

Letztes Lied - Mascha Kaleko und die traurige Wahrheit über den Tod.