Eine weitere Radtour zum Weststrand

 

Am gestrigen Dienstagnachmittag starteten wir zur zweiten Mal mit dem E - Bike in Richtung Weststrand. Anhand der Karte suchten wir uns einen Weg über durch den Darßer Wald / Urwald und den " Grüner Weg " aus.


Vorbei an üppigen Königsfarn - Populationen, sumpfigen Waldstücken sowie alten Buchen, den typischen Nadelgehölzen und vereinzelt stehenden Birken, gelangten wir nach fast 10 Kilometern 














Der kräftige Wind vom Montag, der die See ordentlich aufwühlte, hatte sich spürbar abgeschwächt. Damit waren die Bedingungen für einen längeren Strandspaziergang nahezu ideal. 



An dem nahezu menschenleeren Abschnitt zwischen dem Aufgang " Grüner Weg " und den den ersten beiden Strandzugängen in Ahrenshoop.


 Wo sich zu DDR - Urlaubszeiten Zehntausende aufhielten - ob nun in den weitläufigen FKK - Abschnitten oder nicht - finden sich in der Vorsaison gerade einmal eine Handvoll Menschen zum Wandern am Meer ein. Vereinzelnd sahen wir sogar Paare an den Dünen liegen. Mutig, bei nur 18 Grad!


 
Beim Wandern am Wasser schauten wir ab und an zu den Dünen herüber. Der Vegetationsgürtel endet hier. Von den, etwa 2 Kilometer in nordöstlicher, also entgegengesetzter Richtung, prägenden Bild der bizarr gewachsenen " Windflüchter " ist nun nichts mehr zu sehen. Es verbleiben nur mit Strandhafer bewachsene Dünen. Auf denen sich ebenfalls Strandroggen sowie Dünensand - Lauch wieder findet.

Nach knapp 1, 8 Kilometern entschlossen wir uns umzukehren. Das bereits deutlich sichtbare Ahrenshoop kennen wir längst aus vorherigen Aufenthalten. So interessant ist das ehemalige Fischer - und Künstlerdorf nun doch nicht ( .https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrenshoop ).




Auf dem Rückweg betrachteten wir erneut die von dem Meer angespülten schwarzen Muscheln, die in eigenartigen Formationen in dem Sand lagen. Grünlicher Tang überlagerte diese. Das vom vorherigen Tag durch den starken Wind aufwallende Wasser erzeugte eine kräftige Strömung, die jene Meeresbewohnern vom Grund auftreiben los. Nun lagen sie am Strand und verrotten dort. Von den mehr als 400 Arten, die in 50 Gattungen eingeordnet werden, finden sich hier einige, wie beispielsweise die " Gemeine Miesmuschel ".


 


Aber auch andere Muschelarten findet der Spaziergänger - nicht nur - hier. So unter anderen die Sandklaffmuschel, die Gemeine Herzmuschel oder die Baltische Plattmuschel.

Nach etwa einer Stunde erreichten wir unsere an einem vorbereiteten Platz abgestellten Räder. Kurz vor dem Start zur Rückfahrt entdeckte ich einen Wildcamper präparierten Schlafplatz. Der hatte dort offensichtlich eine Mahlzeit eingenommen und die Fischkonserve unter dem Farn entsorgt. Campen außerhalb der offiziellen Plätze ist, wie die Müllentsorgung natürlich auch, zwar untersagt, doch die Kontrollmöglichkeiten sind begrenzt. 




 Nach zirka einer weiteren Stunde erreichten wir das Ostseebad Prerow. Hinter uns lagen mehr als 22 Kilometer Strecke durch sehr unterschiedliche  Wald - sowie Strandabschnitte. Mit diesen vielfältigen Eindrücken beendeten wir einen weiteren Urlaubstag auf dem Darß.






  
 

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