Jette Joop am Nordstrand von Prerow


 

Beim Strandlauf am gestrigen Samstagmorgen, wählte ich eine leicht veränderte Strecke in Richtung Darßer Ort und bog dabei in den Übergang zum Bernsteinweg ein. Und just dort dort erkannte ich bereits vor dem Einlauf eine Menschengruppe. Hier waren zudem einige Gegenstände aufgebaut, die mir durchaus bekannt vorkamen.

So standen neben zwei Scheinwerfern, ein Kamerastativ sowie Stühle, darunter ein so genannter Regiestuhl, ein Tisch auf dem sich Bekleidungsstücke lagen sowie ein Koffer in dem sich Objektive mit weiteren Zubehör befanden. Rundherum zählte ich fünf Personen, die sich wiederum um eine junge Frau scharten.

Diese Szenerie zeigte sich mir als ein Fotoshooting. 

Ein typisches Bild also, dass ich nicht nur aus dem Fernsehen kannte, sondern auch von Erzählung eines einstigen Schulkollegen, der vormals als Berufsfotograf tätig war. Er schilderte mir vor vielen Jahren wie sein Alltags aussah. Der sah damals nicht nur unstet, sondern durchaus stressig aus.

In  Kenntnis dessen passierte ich die Gruppe, die einheitlich ein schwarzes T - Shirt mit dem Namen des Teams trug. Das durchaus Übliche also. Beim Vorbeigehen kam ich dann mit einem Mitarbeiter der Crew ins Gespräch. Dabei erfuhr ich, dass die Gruppe aus Berlin stammt und für einen Anbieter tätig ist, der dort in Hamburg sowie Amsterdam seine Verkaufsstellen unterhält. Dort vertreibt die Firma wohl einige Modelabel, denn ich erkannte unter anderen Jeans von Jette Joop auf einem mobilen Kleiderständer hängen.

Beim Weiterlaufen überlegte ich, ob sich der Aufwand, den die Crew dort betreibt, überhaupt lohnt. Ind en Zeiten von Fotobearbeitungsprogrammen muss es nicht zwingend erforderlich sein, dass einige Mitarbeiter und sei es nur für einen Tag ein durchaus zeit - sowie kostenintensives Fotoshooting durchführen, um Werbebilder oder  - Spots zu erhalten.

Allerdings gibt es entsprechend ausgebildete Mitarbeiter oder Dienstleister, die Bilder visuell aufhübschen können, nicht für einen Appel und ´nen Ei. Bei der Unzahl an Konkurrenten ist der Kostenfaktor mitentscheidend. So eine Foto - Session ist eben nicht billig. Dafür bei dem sonnigen Ambiente eine willkommene Abwechselung.

Die Berliner Crew wird wohl längst wieder abgereist sein. Zurück in die Weltstadt Berlin und weg aus der Provinz, die überwiegend in den Sommermonaten ein Hauch von Internationalität versprüht, wenn Tausende Urlauber oder Touristen die Orte fluten, um das zu erleben, was es vor der eigenen Haustür nicht gibt. Die Modeversandhandelsmitarbeiter aus Berlin zählten jedoch nicht dazu. Sie mussten arbeiten.


 


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