Radtour nach Wieck auf dem Darß



Am gestrigen Montag zeigte sich der Himmel mal wieder bedeckt. Von der Sonne nichts zu sehen. In der Nacht hatte es erneut geregnet. Bis zum Mittag änderte sich an dem bewölkten Wetter nicht viel. Allerdings wurde es dann wärmer.

Gute Bedingungen also, um eine geplante Radtour nach Born auf dem Darß zu starten? 

Jein! Denn trotzt des bedeckten Himmels wehte eine leichter Wind aus landauswärtiger Richtung. Wir bereiteten uns dennoch auf die Radtour vor und fuhren gegen 12.30 Uhr los. 

Bereits auf dem Rad - und Fußweg nach Zingst herrschte reger Radverkehr. Wie nicht anders zu erwarten, hatten einige Urlauber die gleiche Idee und wollten Radeln. Dieses Bedürfnis wird mit dem Trend, hierzu das bequeme E - Bike zu nutzen, ständig verstärkt. Hinzu kommt, dass diese Art der menschlichen Fortbewegung nicht zwingend altersabhängig sein dürfte.



Bereits einige Hundert Meter mussten wir die erste knifflige Verkehrssituation lösen. Ich hatte mich leider bei der Fahrt zum Prerower Bodden - Hafen die Abbiegung verpasst. So fuhren wir einen Umweg an der " Barmer Ostseeklinik " vorbei, entlang der Peripherie des Ortes, auf einem nicht ausgewiesenen Waldweg. Aus einer unübersichtlichen Stelle kamen uns plötzlich zwei, dann drei und zum Schluss erneut zwei weitere Radler entgegen. Das wurde dann eng. Wir stiegen zum Schluss lieber ab und warteten bis das letzte Paar uns passiert hatte. Der Mann bedankte sich, die Frau glotzte nur blöd. So sind sie halt, die ungeübten Freizeitradler.

Es ging dann weiter bis zu der einigen Ampel des Badeortes Prerow, die visa vis des Hafengeländes, auf dem sich bereits viele Fahrradfahrer befanden. Von dort überquerten wir den Parkplatz bis zu der Straße " Krabbenort ", wo wir dem Hinweispfeil folgten. Eigentlich hätten wir gar nicht darauf achten müssen, denn die Mehrzahl der zu erkennenden Radler bewegte sich nach dorthin.



Am Ortsrand führte uns der Radweg entlang der eingezäunten Wiesen auf denen einige Angus - Rinder standen und die Aufmerksamkeit eines Radler - Paares auf sich zogen. Die Frau stieg sofort von ihrem Gefährt ab und zückte das Smartphone zum Fotografieren aus der Tasche.

Nach einigen Hundert Metern erkannten wir auf der linken Seite des Radweges jene Aufbauten einer ehemaligen landwirtschaftlichen Anlage aus DDR - Zeiten. Der mausgraue Beton zeigt dieses den Vorbeiradelnden deutlich. Die Fragmente des zu einer LPG gehörenden Gebäudes sind nie abgetragen worden uns verrotten nun langsam. So wie ähnliche Relikte aus dem 1990 untergegangenen zweiten deutschen Staates.

Nach einer Strecke von knapp vier Kilometern gelangten wir zum Eingang des 700 Bewohner aufweisenden Ortes am Bodstedter Bodden. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wieck_a._Darß

Der Ort bietet nicht nur für Radfahrer einen vom dortigen Anleger aus wunderbaren Rundumblick des Binnengewässers, das Teil der Darß - Zingster Boddenkette ist und in dem Nationalpark Vorpommerschen Boddenlandschaft integriert wurde ( https://de.wikipedia.org/wiki/Bodstedter_Bodden ).

Der gegenüber liegenden Ortsteil Bodstedt gehört zu der Gemeinde Fuhlendorf und ist hierbei namensgebend.



https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fuhlendorf_(Vorpommern)&oldformat=true#Geschichte

Sämtliche Orte werden durch das Amt Barth verwaltet, während Wieck zum Amt Born gehört.

Nach einem etwas halbstündigen Aufenthalt am Wiecker Hafen fuhren wir die vorgegeben Strecke zurück. Begleitet von anderen E - Bikern, die uns manchmal sogar überholten.  

https://www.komoot.com/de-de/guide/69214/radtouren-rund-um-wieck-am-darss

Den ursprünglichen Plan zum größeren Borner Hafen zu fahren gaben wir auf. Der durchaus frische Westwind hinderte uns daran, die zusätzlichen 5,4 Kilometer auf dem Sattel zu absolvieren. 

Diese Route werden wir uns für die kommenden Tage vornehmen.

https://www.komoot.com/de-de/guide/15242/radtouren-rund-um-born-am-darss




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