Warum zahlt der Staat für Ofarim?




In der eigenen Welt der Klatsch - und Tratschmedien können Namen oft nur Schall und Rauch sein. Dann nämlich, wenn die angeblich, von diesen als prominent eingestufte Person " die Kartoffeln von unten ansieht ". Nicht selten gelingt es der so genannten Regenbogenpresse auch aus dem Ableben des " Promi " noch in klingende Münze umzusetzen. Immer getreu dem Motto: " Erst kommt das Fressen, dann die Moral ".

Entsprechend diesem Gusto, agieren längst auch die von dieser Medienbranche hoch gejazzten " Promis ". Viele dieser im realen leben eher unbedeutenden Personen lassen nichts unversucht, um im Gespräch, sprich: im Geschäft zu bleiben. So manches, als menschlich zu bewertendes Verhalten wird dann flugs zum Skandal aufgepimpt, profane Ereignisse als anrüchig beschrieben und das gesellschaftliche Umfeld der angepeilten Zielperson als Sündenpfuhl verortet. Die dazu seit ewigen Zeiten fortwährend eingesetzten Werkzeuge für die schmierige Berichterstattung heißen " Sex, Drugs, Money ".

Zu den Protagonisten, die das Wechselspiel vollends verinnerlicht haben, zählt seit einigen Jahren der Musiker Gil Ofarim (  https://de.wikipedia.org/wiki/Gil_Ofarim ). Der demnächst zarte 44 Lenze aufweisende Mann mit mäßigen künstlerischen Talent fiel denn eher durch diverse Verwerfungen in seinem familiären Umfeld auf, denn mit außergewöhnlichen künstlerischen Beiträgen. Zu den Eigenarten des Sohnes von Abi Ofarim, einem erfolgreichen Musiker der Beat - Ära aus dritter Ehe, gehört der Umgang mit der Wahrheit gerade nicht. Sein Lügengebilde rund um eine " antisemitische " Äußerung eines Hotelmitarbeiters in Leipzig war dazu nur der Auftakt zu einer Schmierenkomödie, die er als Anwesender des RTL -  " Dschungelcamp " in Formvollendung weiter inszenierte. 

Der zweifache Vater stellte sich dort als reumütiger Mann dar, der seiner so schmählich verlassenen Ehefrau, die er Jahre davor mit reichlich medial aufgebrezelten Pomp geheiratet hatte, nun Abbitte zelebrierte. Dabei immer Tränendrüsen drückend und Zuschauer wirksam von den Kameras des Bunt - Blöd - Senders eingefangen. Mit dieser Show - Einlage kam er bei der werberelevanten, immer kleiner werdenden Gruppe dieses, unseres kulturell dahin siechenden Landes sehr gut an. Der - zwar nicht rechtskräftig verurteilte - Lügner siegte in der Verdummungssendung aus der Einöde Australiens und soll hierfür eine Gage von 200.000 Euro bis zu 350.000 Euro, zuzüglich der ausgelobten Siegprämie von 100.000 Euro eingestrichen haben.

Damit konnte er zumindest den größten Teil seiner mit dem Strafverfahren vor dem Landgericht Leipzig von ihm verursachten Kosten abdecken (   https://de.wikipedia.org/wiki/Fall_Gil_Ofarim ). Damit erhält der einstige " BRAVO " - Star ein weiteres Problem, denn für die gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen gegenüber den beiden leiblichen, minderjährigen Kindern bleibt nicht mehr viel übrig. Schließlich möchte der Herr Musiker auch noch leben.

So tart denn die Stadt München für den klammen Familienvater vorläufig ein. Sie ging nach den Vorschriften des Unterhaltsvorschussgesetzes( UVG ) in Vorleistung. Die aktuellen Sätze betragen in diesem Fall jeweils 299 Euro. Nicht sehr viel, jedoch genug für die allein gelassene Ehefrau, für die Kinder eine Grundversorgung sicherzustellen. 

Das UVG sieht allerdings vor, dass die gezahlten Unterhaltssätze von dem Pflichtigen, unabhängig von dessen Leistungsfähigkeit, zu erstatten sind. Die Behörde, hier das Landratsamt München, wird nach Wegfall der Voraussetzungen für einen solchen Anspruch die geleisteten Beträge in Form eines vollstreckbaren Titels ( einer Urkunde ) festlegen lassen und den Herrn Musiker zur Rückzahlung auffordern. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, steht in den Sternen.

Denn: " Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. "

Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür gibt der einstige Tennis - Star Becker ab. Seine geschiedene Ehefrau Lilly erwirkte gegen ihn einen vollstreckbares Urteil, nach dem er satte 300.000 ( ! ) Euro an fällig gewordenen Unterhaltsbeträgen zu entrichten hat. Hinzu kommen die Verfahrenskosten von mehreren Zehntausend Euro. 

Dagegen ist der Dschungelcamp - König Ofarim nur ein kleines Licht?  

Beide könnten ja ihr moralisch verwerfliches Verhalten als Exklusiv - Geschichte den Latrinen - Medien gegen Honorar zum Zwecke der Vermarktung zum Fraß vorwerfen. Die beißen auch in diesen Fällen begierig zu.


Gil Ofarim unter Druck: Streit um Unterhalt nach Dschungelcamp-Sieg

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