Majestätsbeleidigung
Gestern war ein schöner Tag. Nicht deshalb, weil es endlich kein Fußball gab und der Teutone sich nicht darüber grämen musste, dass andere Länder seit mehr als einer Dekade dieses Spiel besser beherrschen als die DFB - Auswahl, sondern weil der internationale Tenniszirkus in Wimbledon für drei Wochen Halt machte und nun an jenem Sonntag seinen Sieger suchte. Dafür bewarb sich nach langen, für Tennisfreunde quälenden Jahren, endlich wieder ein deutscher Matador.
Nur Becker und sein weniger beliebter Mitstreiter Michael Stich konnten den Titel einheimsen. Das ist mehr als 3 1/2 Dekaden her. Danach geschahen viele wichtigere Dinge auf dieser Welt, die den Medien alle male eine Meldung wert waren.
Jetzt aber sollte der Fluch des deutschen Profi - Tennissports in die ewige Bedeutungslosigkeit abdriften zu können, endlich aus den Wohn - und Schlafzimmern vertrieben. Dafür hätte es allerdings eines Sieges des gebürtigen Hamburgers Alexander Zverev bedurft. Der 29jährige sollte der dahin siechenden Nation endlich wieder einen Helden geben. Eigens dafür jettete der deutsche Bundeskanzler Friederich Merz nebst seiner sauerländischer Gattin ( die zweifelsohne keinen Augenschmaus für die Klatsch - und Tratsch Presse abgibt ) nach London.
Beide saßen umsonst auf der VIP - Tribüne, denn " Sascha " Zverev verlor klar in vier langen Sätzen gegen den derzeit besten Spieler der Millionärsgarde.
Nun wäre diese Niederlage kein Beinbruch gewesen, hätte, ja, hätte unser " Sascha " in seiner Dankesansprache wenigstens den Namen des Kanzlers erwähnt und sich hierfür öffentlich für dessen mentale Unterstützung bedankt. Doch der " Sascha " ließ den deutschen Bundeskanzler einfach links liegen. Das war nicht die feine englische Art. Das grenzte beinahe an Majestätsbeleidigung.
Dem bisher erfolgreichsten deutschen Tennisprofi Boris Becker wäre dieses nicht passiert? Dafür ist dieser im realen Leben bisher nicht in der Lage, sein Leben außerhalb des hoch gejazzten Tennissports auf die Reihe zu bekommen. Die Lösung jenes anstehenden Problems steht dem Millionär Zverev noch bevor. Der Schulabbrecher Zverev dürfte es dabei, genau wie sein Vorgänger Becker, nicht gerade einfach haben. Die mäßige Intelligenz ist dabei nämlich nicht gerade förderlich. Sein bisheriges Verhalten innerhalb des Privatlebens deuten zumindetsn daraufhin.
BummBumm - Becker oder DummDumm - Zverev?
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