Wo sind die Goldfische?
Seit gestern Nacht oder seit dem 20,07,2026, 00.17 Uhr, ist der neue Fußballweltmeister nunmehr ermittelt worden. Es wurde aber auch langsam Zeit. Während im benachbarten Unterschlei0heim die dort vorhandene spanische Gemeinde ein Freudenfeuerwerk in dem Nachthimmel aufsteigen ließ, während das Siegerland Spanien bis in die grauen Morgenstunden feierte, trat in Deutschland die Montagstristesse ein. Die dritte Juliwoche wurde ab zirka 4.00 Uhr mit den üblichen Abrollgeräuschen der nahe gelegenen Autobahn A 92 eingeleitet. Zudem rauschen die S - Bahnen von und nach München im 10 Minutentakt vorbei.
All jene sattsam bekannte Begleitmusik wurde noch ab Juni von einem angenehmen Vogelgezwitscher übertönt. Damit ist e nunmehr wieder vorbei. Die gefiederten Freunde haben mittlerweile ihre Paarungsrituale beendet, ein Nest gebaut und sogar die Brut groß gezogen. Die ist wohl größtenteils auch schon flügge. Das trifft auch für einen nicht nur bei uns in Bayern beheimateten Vogel, der da Graureiher heißt, zu. Dessen Brutzeit beginnt bereits im Februar und erstreckt sich teilweise bis in den Juni. Nach einer Brutzeit von 26 bis 28 Tagen schlüpfen die Jungen und verbringen etwa 7 bis 8 Wochen im Horst, der überwiegend in hohen Baumwipfel von Laub - und Nadelbäumen angelegt wird.
Tja, und ein solcher Jungvogel, der in der Nähe des Ufers vom knapp 1 Kilometer entfernt liegenden Hollener See, aufgezogen wurde, stattete uns in jener historischen Nacht vom 19. zum 20. Juli 2026 einen Besuch in unserem Garten ab. Dieser Räuber hatte es auf den Goldfischbestand abgesehen. Mit Erfolg plünderte er diesen vollständig. Er fraß alle 15 Fische.
Als ich heute Morgen das Futter in den Teich warf, wunderte ich mich schon ein wenig, dass nicht ein einziger Goldfisch zu sehen war. Als einige Stunden später kein Teichbewohner auftauchten, schwante mir bereits Böses. Ein Räuber, ein Fressfeind, könnte unseren Freunden den Garaus gemacht haben.
So war es denn schließlich auch. Ein Graureiher hatte sie mutmaßlich allesamt gefressen. Dass Fische bei diesem Vogel auf dem Speiseplan stehen, wusste ich ja längst und dieses nicht erst seit dem mein Schwager einen solchen Vogel mit seinem Kleinkalibergewehr an dem von ihm bewirtschafteten Pachtteich erschoss, weil dieser sich trotzt eines gezogenen Schutznetzes in schöner Regelmäßigkeit an den Forellenbesatz bediente. Der Vogel steht unter Artenschutz und darf ( mit strengen Auflagen ) allerdings hier bejagt werden. In den übrigen Bundesländern besteht ein entsprechendes Verbot.
Egal, die Goldfische sind weg und werden nicht wieder kommen. Sie sind dem großen Vogel eine Delikatesse. Und weil das so ist haben wir nun ein Schutznetz gekauft sowie 20 neue Fische bestellt.
Wir sind nämlich aus dem Fehler, den Teich nicht vor diesem Fressfeind zu schützen, schaluer geworden.
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