Auf Nimmerwiedersehen!

 



Nur noch 11 Stunden, dann verabschiedet sich 2025 für immer. Davor allerdings wird millionenfach Pyrotechnik gezündet. Einige Hundert Millionen werden dabei sinnlos verbrannt. Das Geld verpufft und wird nicht wieder kommen. Dieser Logik entzieht sich nach wie vor einige Minorität in Deutschland sowie Teilen Europas, aber auch in der Welt. Die darf jetzt das Neue, das Jahr 2026 begrüßen. Von Kiribati ( 11.00 Uhr MEZ ) über die Inseln Samoa sowie Neuseeland wandern die Festivitäten gen Westen, wo alsdann Australien, Japan sowie China das Jahr 2026 begrüßen dürfen. Zuletzt sind die Ost - sodann die Westküste ( 6.00 Uhr am 01.01.2026 bzw. 09.00 Uhr ) uns ganz zum Schluss Amerikanisch Samoa ( in den Nachmittagsstunden des 01.01. 2026 ) an der Reihe.

Während also die Welt das Neue Jahr nach christlicher Zeitrechnung feierlich begrüßen darf, dafür einige Milliarden Euro an Feuerwerk in die eh schon belastete Lufthülle pustet, erinnere ich mich an die " Goldenen Sechziger " als dieses pervertierte Brauchtum, die bösen Geister mittels krachenden, stinkenden Blendwerk für das kommende Jahr vertreiben zu wollen, in der bieder - backenden Provinz kaum zelebriert wurde. Wenn überhaupt, stiegen einige Dutzend fauchende Raketen ab Mitternacht für vielleicht 5 bis 10 Minuten in den kalten Winterhimmel. Hier starben keine Menschen an dem Dreckszeugs. Dafür gab es zum Ende der Dekade mehr als 18.000 Verkehrstote zu beklagen.

Auch in den folgenden 70ern war ein Feuerwerk zu Silvester eher die Ausnahme. Die wenigen Knaller und Raketen wurden nur in ausgesuchten Geschäften angeboten, die noch pünktlich ab 8.00 Uhr morgens öffneten und - bis auf den Samstag ( 13.oo Uhr )  - bis 18.00 Uhr geöffnet hatten. Wer in der Pampa Pyrotechnik erwerben wollte musste sich zudem in die größere Stadt ( Bückeburg, Rinteln oder Stadthagen ) begeben.

Zu Beginn der 1970er trank ich die ersten Alkoholika, von denen mir speiübel wurde. Der Neujahrstag war mit mir damit erledigt. Mit der Knallerei hatte ich nach wie vor nichts am Hut. das änderte sich in den 1980ern auch kaum. Dafür böllerten um so mehr Bremer auf dem dortigen Marktplatz herum. Betrunkene Chaoten bewarfen im so genannten Viertel damit Polizeiautos, vor dem Rathaus die sich dort gegen Mitternacht versammelten Gleichgesinnten und ließen Raketen gezielt in die Glasaufbauten einschlagen. Der Schaden war enorm ( einige Zehntausend DM ). Ich mied diese Randale - Treffpunkte und verzog mich in mein 18,4 m² Loch im Mensa - Wohnheim.

Auch als ich in den 1990ern eine überteuerte Altbauwohnung bezog blieb es bei meiner ablehnenden Einstellung zu der irrsinnigen Knallerei, die zudem durch eine in das dortige Treppenhaus eingeschlagene Rakete, die ihr Leben auf den uralten Dielenboden aushauchte und dabei einen Brandfleck hinterließ, mehr als verstärkt. Auch meine Anfang der 90er geborene Tochter konnte an dieser Ablehnung nicht viel verändern. Selbst zum Millennium blieb ich dabei. Keine Böller, keine Raketen, kein Feuerwerk.

In den nachfolgenden Vierteljahrhundert blieb es bei meiner Abneigung zu diesem Unsinn, bei dem nicht nur der Fiskus enorme Summen einnimmt. Und wenn ich mir diese Vollpfosten, die bereits Stunden vor Geschäftsöffnung  am 29. 12. bei Kälte vor den Türen ausharrten, um ja die " besten " Feuerwerkssortimente zu ergattern, dafür zwischen 250 Euro bis zu 400 Euro und darüber hinaus auszugeben, wende ich mich bei den dazu gezeigten Bildern angewidert ab. Diese Idioten! Für wenige Minuten werden Unsummen in den Nachthimmel geschossen - auf Nimmerwiedersehen! 

   



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