Zwei Ochsen
Das vergangene Wochenende -besser: die letzten drei Tage - hatte ja so in sich. Am Freitag durfte sich die Welt ein wenig auf die kommende Fußballweltmeisterschaft 2026 freuen. Doch zunächst mussten die Anhänger dieser Sportart eine unsäglich abgefuckte Show aus dem fernen Washington über sich ergehen lassen. Zwei Präsidenten, die immerhin eines gemeinsam haben, nämlich ein überbordendes Maß an Egoismus zu besitzen, versuchten den Hundert Millionen Zuschauer an den Flatscreens zu vermitteln, worum es in Wahrheit bei der angedrohten Mammutveranstaltung im nächsten Jahr geht: Money, Money, Money! Moneten und Macht!
Die beiden auf der Bühne stehenden Ochsen ( so die Titulierung eines Eingeladenen in der sonntäglichen Laberrunde " Doppelpass " des Münchner Spartensenders " Sport 1 " ) zelebrierten den unter ihnen wartenden Herren, die als offizielle Vertreter der am Turnier beteiligten Nationen geladen waren, wer tatsächlich den Friedensnobelpreis 2025 hätte erhalten müssen. Deshalb ließ der Glatzkopf im feinen Maßanzug für seinen gegenüber im geschmacklosen, ewig gleichaussehenden feinen Tuch einen " FIFA Friedenspokal " kreieren. Der zog nebst Medaille von dannen und interessierte sich alsdann herzlich wenig, wer von den übrigen 47 " Dreckslochstaaten " ( O - Ton Trump ) gegen wen anzutreten hat.
Sei´s drum. Der Fußball kommt auch ohne diese beiden intellektuellen Flachpfeifen aus.
So, wie das Fernsehen sich von dem Greisen - Duo Gottschalk / Jauch am folgenden Samstagabend verabschiedete. Der Kölner Gemischtwaren - Sender RTL gab dem erkrankten Thomas Gottschalk zur Primetime nochmals eine große Bühne. Diesen wollten tatsächlich durchschnittlich 2,42 Millionen Fernsehzuschauer miterleben. Immerhin lag mit rund 14 % Anteil die Quote der RTL - Klamauk Sendung höher als sonst ( die beiden Sendungen davor verzeichneten 1,65 bzw. 1,85 Millionen Zuschauer ). Im Vergleich zu dem einstigen ZDF - Quotenbringer " Wetten, dass... ? " ( 12 Millionen Zuschauer und mehr ) ein nahezu lächerlicher Anteil.
Während Gottschalk beabsichtigt, dem Fernsehen den Rücken zu kehren, wird sein Kumpel Jauch mit dem Dauerlutscher " Wer wird Millionär ? " noch durchhalten. Er ist zwar wie Gottschalk Mehrfachmillionär, hat allerdings seinen hohen Lebensstandard ( Jauch besitzt und bewohnt ein opulentes Schloss in Potsdam ) durch exorbitant hohe TV - Gagen noch weite zu finanzieren. Aber für den " Tommy " muss kein Crowd - Founding ins Leben gerufen werden. Sein geschätztes Vermögen wird auf zirka 90 Millionen Euro beziffert ( Kumpel Jauch liegt mit 55 Millionen Euro deutlich darunter ). Beiden Spezies ist eines gemein: Sie sind Auto - Narren. Jauch unterhält einige Oldtimer.
Die " Google " - KI gibt dazu folgendes an:
" Zu seiner privaten Sammlung zählen Fahrzeuge wie ein Mercedes 300 SEL (Baujahr 1970), ein Opel Olympia Rekord Caravan (1954) und ein Daimler Double Six, wobei er eher schlichte Klassiker statt Supersportwagen bevorzugt. "
Sein Busenfreund Gottschalk steht eher auf rassige Sportwagen:
" Thomas Gottschalk fährt nicht nur einen einzigen Sportwagen, sondern hat eine Vorliebe für besondere Fahrzeuge, darunter den Bentley (mit dem Kennzeichen "BAD-IF 70"), einen BMW M6 Gran Coupé und früher auch Klassiker wie den Aston Martin DB5, "
Nun, ja, sei´s ihnen gegönnt. Mitnehmen können beide nichts!
Zwei weitere Ochsen sind am Sonntagabend verabschiedet worden. Die beiden " Tatort " - Protagonisten Jan Josef Liefers ( Professor Ludwig Börne ) sowie sein kongenialer Sprücheklopfer Axel Prahl ( Kriminalhauptkommissar Frank Thiel ). Der letzte " Tatort " aus Münster erreichte allerdings mit mehr als 11 Millionen Zuschauer ( Markanteil knapp 43 % ) einen Jahresrekord. Obwohl die " Tatort " - Folgen seit vielen Jahren eher zum Abgewöhnen sind, halten die beiden Protagonisten Thiel / Börne ihre Einschaltquoten immer noch in Bereichen, von denen andere ARD - Alimentierte aus diesem Genre nur träumen können, ist das Duo Liefers / Prahl längst zu einer Zumutung geworden. Die abgedroschenen Phrasen, die gekünstelten Dialoge zwischen den Beiden und der ewig gleiche Handlungsablauf, nerven nur noch. Was vor mehr als 23 Jahren als frischer Wind in der Gleichartigkeit der Serie galt, stellt sich heutzutage eher als ausgelutscht dar.
Deshalb wäre es vielleicht ratsam, den " Tatort " aus Münster auslaufen zu lassen und die in die Jahre gekommenen Mitwirkenden Prahl sowie Liefers in Rente zu schicken. Doch nichts da. Statt ihrer verabschiedet sich die Kette rauchende Staatsanwältin Mechthild Großmann alias Wilhelmine Klemm von den Zuschauern. Ob sie ersetzt wird zeigt sich in der nächsten Folge mit Prahl / Liefers im kommenden Jahr. Auch in 2026 bleiben dem interessierten " Tatort " - Konsumenten die beiden Quotenbringer erhalten. Immerhin gehen die zwei Ochsen zurzeit nicht mehr auf Tour, um dem Publikum ihre Zwölftonmusik näher zu bringen, denn weder Liefers noch Prahl können singen und werden es wohl nie lernen. Immerhin ein Lichtblick!
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