Warum nicht auch zu Weihnachten?
Im Skigebiet Turracher Höhe hat es in der gestrigen Nacht Neuschnee gegeben. Nahezu optimale Bedingungen für Anhänger des „ Hals - und Beinbruch „ - Genres. Die Region gilt mit 1.795 Metern über Normal Null als schneesicher. Das ist in den Zeiten des Klimawandels ein Privileg.
Tatsächlich lag bei unserer Ankunft am Dienstnachmittag längst eine zirka 30 cm dicke weiße Schicht auf dem Boden. Und nicht nur das: Am Morgen des 24. begann es erneut zu schneien.
Ideale Wintersportbedingungen also.
Weshalb es nicht weiter verwunderlich war, dass ab zirka 7.00 Uhr die Räumfahrzeuge im Einsatz waren. Auch auf der nur wenige Meter entfernt verlaufenden Piste herrschte bis nach 22.00 Uhr Betriebsamkeit. Die Scheinwerferkegel der beiden elektrischen Raupen erleuchteten den weißen Untergrund. Einsam zogen diese ihre Spuren durch den Schnee, der danach planiert und so präpariert den Untergrund für die in das Tal hinab jagende Skifahrer bildeten sollte.
Am ersten Weihnachtstag konnten wir sie dann bei stahlblauem Himmel und Sonne beobachten. Die klein und großen Pistensportler, die in den handelsüblichen Schutzkleidungen an uns vorbei rauschten. Die einen wedelnd, die anderen in Schussfahrtmanier talwärts. Einige Stunden später hörten wir den Rettungshubschrauber, der einen Verletzten in das nächst gelegene Spittal nach an der Drau brachte. Mit dem Fahrzeug benötigt man knapp eine Stunde; der Helikopter schafft dieses in einer Viertelstunde.
Damit endet häufig ein nicht gerade preiswertes Vergnügen im Umfeld von noch kostspieligeren Apparaturen; verbleibende gesundheitliche Folgen sowie wochenlange Arbeitsunfähigkeit inklusive. Doch die Menschenmassen an den Liftanlagen zeugen einen kritischen Außenstehenden davon, dass es jenen Wintersportfreunden vollkommen egal ist, ob ein hohes Gesundheitsrisikobei der Ausübung des weißen Vergnügens immer einhergeht.
Also: Warum nicht auch zu den Weihnachtstagen?
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