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Auf der Autobahn nachts um halb eins

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Die Ferienzeit hat bereits seit mehreren Wochen begonnen und die Blechlawinen durch pflügen die Hauptstrecken von Westen nach Osten, von Süden nach Norden und von einer Landesgrenze bis zur nächsten. Ich hatte die Nachrichten über Fahrzeugstaus von mehr als 20 bis zu 40 Kilometern Länge längst nicht mehr weiter verfolgt. Sie sind mit jenen Berichten, die Jahr für Jahr über die Medien in die Haushalte der Daheim gebliebenen, in die Fahrzeuge der auf Straßen sich bewegenden Menschen und in den Köpfen der Rezipienten kurzfristig herum spuckend, völlig identisch. Ob nun auf der A 1 von Heilgenhafen in Schleswig - Holstein kommend, an Hamburg vorbeifahrend, über Bremen nach Dortmund fortführend und in Saarbrücken endend, der A 3 von Elten in den Niederlanden,an Frankfurt vorbei in Richtung Passau fahrend oder der A 9 von Berlin über Leipzig nach München sich hinziehend, all diese Betonstrecken sind während der Sommerzeit ab dem 25- Juni bis zum 15. September nicht nur während der Wochenende...

Zu Fuß und ohne Geld durch Deutschland - mehr, als nur eine sozialkritische Zwischenbilanz?

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Was ich am 16.07.1995 ab 20.15 Uhr genau gemacht habe, dass kann ich beim besten Willen heute nicht mehr sagen. Wo ich gelebt, gearbeitet und gehofft habe, das weiß ich allerdings heute noch. Der Blick zurück in die 90er Jahre fällt mir nicht schwer, weil es ja noch nicht so lange her ist. Dennoch kann ich mich an einen vierteiligen Fernsehfilm mit dem Titel: " Zu Fuß und ohne Geld durch Deutschland " nicht mehr erinnern. Sollte ich jene ZDF-Produktion gar verpasst haben? So, wie einige, viel wichtigere Dinge damals auch? Oder empfand ich den Fernsehfilm einst als nicht so erwähnenswert? Wie, was und warum auch immer, ich konnte mich an jenen Vierteiler nicht mehr erinnern, als dieser heute, am 15. Juli 2009, also mehr als 14 Jahre später, im ZDF Theaterkanal wiederholt wurde. Eine Recherche über den Film und das zugrunde liegende Buch des Autors Michael Holzach mit dem Titel: " Deutschland umsonst " erbrachte jedoch einiges Erhellendes. Der Film und das Buch hande...

Auf - und Abstieg eines Bezahlfernsehsenders

Der 4. Juli 2009 ist nun wahrlich kein historisch bedeutsames Datum in der noch jungen Geschichte der BRD geworden. Es gab Randale im Verlauf des Hamburger Schanzenfest, die Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen ließ ihre Sirenanlagen mittels eines Probealarms prüfen und in Berlin - Pankow wurde ein Stadtteilzentrum eröffnet. Ach, ja, debayrische Ministerpräsident Seehofer feierte anlässlich des Tags der Offenen Tür in den Räumen der bayrischen Staatskanzlei seinen 60. Appropos Bayern! Da gab es einst einen Privatsendern in München-Unterföhring, der im Jahre 1990 auf dem sich explosionsartig ausweitenden Medienmarkt auftauchte und über ein teures Abonnement den Interessierten wenig Neues anzubieten hatte. Aus der Konserve sendeten die Programmmacher drittklassige amerikanische Filme. Ab 24.00 Uhr gab es zudem erotisches Einerlei zu sehen. Die Fangemeinde war zunächst überschaubar, die Technik kompliziert, die Verträge waren es ebenso. Es kam, wie es kommen musste: Die Chausse lohnte sich n...

Freßwelle, Edelfreßwelle,Reisewelle und danach?

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Das mediale Sommerloch hat auch seine guten Seiten. An ein oft vergebliches Ausfüllen der viel zitierten " Saure Gurkenzeit " mittels Märchen - und Lügenschichten a'la " Nessi " vom " Loch Ness " hat sich der Rezipient schon längst gewöhnt. Als wahrere Glücksfall für jene Nachrichtenfabrikanten zeigte sich der Tod des " King of pop " Ende Juni 2009. Da konnte nach Herzenslust vor der Beisetzung des Musikers aus sämtlichen Archiven ein Fülle von Material entnommen werden, die Meldung selbst wurde dann erneut aufgewärmt und über die ungezählten Medien gejagt und schließlich führte die Trauerfeier zu einem gigantischen Interesse. Die zunächst noch ungeklärte Todesursache liess die Spekulationen ins Kraut schiessen. War es nun Mord, Selbsttötung oder eine Verkettung tragischer Umstände? Nach dem die MJJ- Geschichte weitesgehend ausgelutscht war, stürzte sich die Medienindustrie auf die unerschöpflichen Konse...

Renault R 4 - Mein treues Gefährt über viele Jahre.

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Istrien im Mai 2009. Die Fahrt am 28. jenes Monats steckt mir immer noch in den Knochen. Nervige Autobahnkilometer von Dresden über Chemnitz nach Hof; über die Regensburger Autobahn, die A 93 durch den Bayrischen Wald, wilde Gegend, bajuwarische Tristesse - Pampa eben.das Wetter war überwiegend trocken. Dann folgt ein Stück auf der A 9, der chaotischen Strecke von Berlin über Nürnberg nach München. Anschließend einige Kilometer auf der A 99, dem äußeren Ostring um die bayrische Landeshauptstadt. Vorbei an dem " Arroganzstadion ", auf die A 8 in Richtung Salzburg. Der Grenzübergang ist kaum noch als solcher zu erkennen. Vignettenkauf! Die Pflicht eines jeden Autobahnnutzer in Österreich. Die drakonischen Strafen bei Missachtung sind hinlänglich bekannt. Wenig später geht es auf der A 10 in Richtung Salzburg, dann weiter über den mautpflichtigen Tauern-Tunnel ( 9,50 Euro ) nach Villach in Kärnten, über den Knoten Villach in Richtung italienische Grenze - es lebe die EU! Keine n...

Wasser marsch am 9. JUli 2009 in Dresden und anderswo!

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Der Sommer hatte gerade eben seinen Anfang gehabt, da ergoßen sich auch schon die ersten Unwetter über das kleine Stückchen Erde mit Namen Bundesrepublik Deutschland. Aus diversen Bundesländern ergingen Meldungen, die unter die Rubrik " Land unter " eingeordnet werden können. Ob nun im baden-württembergischen, im nordrhein-westfälischen oder im hamburgischen, überall wüteten lokale Unwetter. So traf es am 2. Juli diesen Jahres auf die Stadt Dresden. Es zog ein Unwetter heran. Bereits in den frühen Nachmittagsstunden grummelte es bedenklich am Horizonzt. Der Himmel verdunkelte sich zunehmends und schon bald entlud sich ein Gewitter, das fast an eine Weltuntergangsstimmung erinnerte. Donner, Blitz und sintflutartiger Regen. Der Keller lief voll und meine Versuche, das eindringende Wasser am Weiterlaufen zu hindern, entpuppten sich als sinnlos. Was blieb, waren Schlamm und ein muffiger Geruch über mehr als eine Woche. Schöner Sommer 2009!

Spektaculum,spektakulär,Spektakel!

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Der 07.07.2009 war eigentlich ein ganz normaler Dienstag in einer normalen Woche, eines normal verlaufenden Jahres. Oder doch nicht? In den USA, genauer gesagt in Los Angeles und noch exakter benannt, im Stapel Center fand ab 9.00 Uhr Ortszeit, also ab 19.00 Uhr MEZ-Sommerzeit, die offizielle Trauerfeier zum Tod des Musikers Michael Jackson statt. Aus diesem Anlass waren sehr viele seiner einstigen Weggefährten gekommen.Sie standen als Musikkollegen, Freunde oder aber auch als Mitglieder seines Clans den ebenfalls anwesenden Geschwistern in den Stunden des Abschieds bei. Ich hatte eigentlich geplant, mir jene Übertragung aus LA nicht anzusehen. Zum einen, weil mir die seit vielen Tagen nach seinem Tod nicht enden wollende Berichterstattung über den Musiker, dessen Leben und die odesumstände ganz gewaltig auf die Nerven ging, zum anderen, weil ich eben kein ausgesprochener " Jacko "-Fan bin. Dennoch saß ich nach wenigen Minuten wie gebannt vor der dem Fernsehschirm. Auch wenn ...