Kater ist erkrankt
Vor einigen Tagen erreichte uns von einem Bekannten die Nachricht, dass sein Kater erkrankt sei. Das kommt ständig vor. Wer ein Haustier hält, sollte sich ständig mit dem Gedanken befassen, dass es zu einem Besuch bei einem Tierarzt kommen kann. Dann wird es in der Regel teuer. Da sind mal schnell dreistellige Beträge fällig. Seitdem die Gebührenordnung für Tierärzte ( GOT ) vor mehr als drei Jahren verändert wurde, dürfen die Damen und Herren aus der breiten Masse der praktizierenden für ihre erbbrachten Leistungen wesentlich höhere Summen in Rechnung stellen.
Noch kostspieliger wird zudem ein Aufenthalt in einer der vielen Tierkliniken. Dort variieren die Tagessätze von 80 Biss 600 Euro je Fall. Die Beträge sind hier von Faktoren, wie Behandlungsmaßnahmen, Zeitpunkt der Übergabe des Tieres oder dessen Spezies. Wer einen Pinscher nach dorthin verbringt, muss nicht so tief in die Tasche greifen, wie vergleichsweise ein Halter eines Zossen. So weit, so bekannt.
Dass aber auch ein Kater mehr als 2.000 Euro an Behandlungskosten verursachen kann, dürfte nicht so häufig vorkommen.
Bei der Katze eines Bekannten, die in die Tierklinik nach München - Ismaning gebracht wurde, sind just mehr als 2.000 Euro Behandlungskosten fällig geworden. Dieses, weil die sich zunächst versuchende Tierärztin aus Erding selbst keine klare Diagnose erbringen konnte. Ist das Unfähigkeit? Jein!
Nun muss zwar ein Tierarzt als Freiberufler jede Menge Kosten tragen, bevor er überhaupt einen müden Euro einnimmt, doch dieser Umstand rechtfertigt nicht, dass hier sündhaft teure Behandlungen vorgegaukelt werden, die letztendlich zu keiner Verbesserung des Gesundheitszustandes führen. Zunächst probierte die Tierärztin es mit einem Abführmittel, um die vorliegenden Verdauungsprobleme zu beseitigen. Die Tiermedizinerin erkannte schon kurz danach, dass sie mit ihren Standeskünsten am Ende ist und empfahl einen Besuch einer Tierklinik. Danach purzelten die 200 Euro - Banknoten nur noch so in die Kasse der Klinik. Es wurden abenteuerliche Diagnosen gestellt und dabei gelogen, dass sich die Balken bogen.
Angeblich habe der Kater Fieber bekommen. Dadurch sei sein Zustand she kritisch geworden. Danach wurde ein vermeintlicher Tumor diagnostiziert, der allerdings nur deshalb zur Sprache kam, weil das Röntgenbild nicht korrekt gelesen wurde. Später lautete die Mitteilung, dass das Tier jetzt ein wenig gefressen habe, es aber besser sei, die Kater zur Kontrolle in der Klinik zu belassen.
So vergingen vier Tage, innerhalb derer weder eine Diagnose erstellt, noch dem Kater geholfen werden konnte. Ein Armutszeugnis für die teure Münchner Klinik.
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