Radio " ffn " wird 40 Jahre alt: Vom Pionier zum Dudelfunk
In diesem Jahr darf ein Privatsender, der da " Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland " heißt, auf sein 40jähriges Bestehen hinweisen. Er startete sein Programm am 31. 12.1986 sein Programm, das sich aufgrund der sehr beschränkten technischen Möglichkeiten in eher übersichtliche Formate einordnete. Aus dem sehr umfangreichen und detailliert eingestellten " wikipedia " - Eintrag lassen sich viele Abschnitte des ersten niedersächsischen privaten Rundfunksenders noch einmal zurück verfolgen. Die synoptische Darstellung von Beginn der durchaus als alternativ zu bewertenden Radiostation, die zu jener Zeit ihre Studios im " Haghof " der Gemeinde Isernhagen bei Hannover eingerichtet hatte, lässt auch 40 Jahre Musikgeschmack unter dem Aspekt des Zeitgeistes erkennbar werden.
Konnte sich " ffn " noch bis zum Ende der 1980er Dekade das Attribut " alleinig " auf weiter Flur zu sein, änderte die technische Entwicklung in dem Rundfunk - und Fernsehwesens ab Mitte der 1990er dieses in dramatischer Weise. Der niedersächsische Privatsender verlor damit sukzessive das reklamierte Alleinstellungsmerkmal.
Auch wenn die Sender - und Programmleitung mit einer Reihe von Reformen diesen Trend zu stoppen gedachte, verlor der Rundfunksender permanent Zuhörer. Was " ffn " einst den öffentlich - rechtlichen Anbietern voraus hatte, nämlich kein beliebiges Programm mit identischen Musikausrichtungen zu sein, galt bereits in den 1990ern nur noch bedingt und danach überhaupt nicht mehr. Auch wenn der Sender seit 1997 seinen Sitz in die niedersächsische Landeshauptstadt verlegte, damit auch die Ausrichtung zu einem ausschließlichen Formatradio umstellte, konnten der Zuhörer Schwund nicht aufgehalten werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_FFN
Die vielen Radiohörer, die er im norddeutschen Raum zuvor den Konkurrenzsendern aus dem öffentlich - rechtlichen Anbieterspektrum abspenstig gemacht hatte, kehrten nunmehr scharenweise zu diesen Programmen zurück. Heutzutage gilt Radio " ffn " als eine Station unter sehr vielen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Hörfunksender
Der zum reinen Dudelfunk verkommene Sender aus Hannover ist darüber hinaus nie der erste und einzige in Norddeutschland gewesen. Bereits ein halben vor der Aufnahme des " ffn " - Sendebetriebs war ein Privatradio aus dem Bundesland Schleswig - Holstein( RSH ) zu empfangen. Der Privatsender war bei wetterbedingt ab 1987 über seine Mittelwellenfrequenz bis Bremen hin empfangbar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Schleswig-Holstein
Nach der anfänglichen Euphorie, die mit der Aufnahme des Sendebetriebs beiden Radiostationen bei der norddeutschen Bevölkerung einherging, ist längst Ernüchterung eingetreten. Die Unzahl der später empfangbaren Sender führte eher zu einer Abkehr von den Privatstationen, zumal es sich dabei um belieb austauschbare Stationen handelt, die Musik vom gleichen " Grabbeltisch " kredenzen.
Dennoch hat " ffn " als quasi Pionier der privaten Rundfunksparte hier in den ersten Jahren seiner Existenz einen marginalen Platz in der Historie eingenommen, denn die oft verkrusteten Programme der ÖRs wurden alsdann langsam reformiert. Vor allem aber, um die verloren gegangene Hörerschaft zurück zu gewinnen. " Na, denn.... " Bereits jetzt einen virtuellen, vorzeitig Glückwunsch ins ferne Hannover
- " ffn " - !
Kommentare