Lifestile - Teilzeitarbeit, was ist das denn?


 


Die Politik ist ja gemeinhin dafür bekannt, neue Wortschöpfung in die mediale Öffentlichkeit zu posaunen, um größtenteils von den eigentlichen Problemen abzulenken. Ein Beispiel von vielen Nonsens - Begriffen, die aus so manchen Spatzenhirn eines Berufspolitikers entfleuchten, ist der seit der letzten Woche durch die CDUlerin Connemann ( https://de.wikipedia.org/wiki/Gitta_Connemann ) kreierte Begriff der " Lifestile - Teilzeitarbeit ). 

Connemann, die diesen in ihrer Funktion als Vorsitzende des Mittelstands - und Wirtschaftsunion in die Mikrophone der Medienmeute predigte, dürfte wohl kaum schlüssig erklären können, was dieses im üblichen Denglisch ins Leben gerufene Wort eigentlich bedeutet. Zumindest soll es zum Kampfbegriff gegen jene angeblichen Faulenzer in die Diskussion rund um die Frage des Anspruchs auf Teilzeitarbeit geworfen werden. 

Nachdem die großen " Reformvorhaben " des amtierenden Kanzlers Merz doch arg ins Stocken geraten sind, weil der Koalitionspartner SPD nicht so spurt, wie " Fritze " Merz es gerne hätte, versuchen seine Vasallen permanent eine neu Sau durch die Medienmeute zu treiben. Zunächst war es jene mit dem Namen " Bürgergeld ", dass die Schwarzen ersatzlos streichen möchten. Dazu gesellte sich die von der unfähigen Bundeswirtschaftsministerin Reiche aufgestellte Forderung nach dem Ausbau der Gaskraftwerkskapazitäten. Es folgten die juristisch nicht sehr sauberen Rechtsdehnungen hinsichtlich der teilanonymisierten Veröffentlichung des Berichtes zu und über die immer noch schwelende " Maskenaffäre ", in der der Parteifreund Spahn als einstiger Fachminister verstrickt ist. Auch beid enw weiteren CDUlern im Kabinett Merz läuft es nicht gerade rund. 

Das sieht nicht gerade erfolgsversprechend für die bereits am 8. März anstehende Landtagswahl in Baden - Württemberg aus. Gleiches gilt für die 14 Tage später statt findenden Wahlen zum rheinland - pfälzischen Landesparlament. Der eigentliche Lackmustest erfolgt jedoch knapp ein halbes Jahr später im faschisierten Bundesland Sachsen - Anhalt. Dort droht ein " Erdrutsch - Sieg " der AfD. Ebenso sieht es im nordöstlich davon gelegenen Mecklenburg - Vorpommern geschehen. 

Weil die braune Bage den Schwarzen im Nacken sitzen, versuchen Letztere verzweifelt durch das Werfen begrifflicher Blendgranaten, den Feind am rechten Spektrum, zu den es längst Überschneidungen gibt, zu irritieren. Tatsächlich hat die großmäulige AfD zu der Frage, wie die humpelnde Nationalökonomie wieder gesund gepflegt werden könnte, keine konzeptionelles Heilmittelchen im ansonsten gut bestückten Giftschrank vorzuweisen.

Nun, gut, das war auch nicht anders zu erwarten, denn neben der durch das intensive Lesen der Lektüre  " Der Stürmer " geleiteten aufgeblasenen Hetztiraden im Bundestag fielen die Braunen nicht weiter sonderlich auf. Es muss zudem in Zweifel gezogen werden, ob die vielen Braunkappen mit dem Connemann´schen Begriff überhaupt etwas anfangen können. Schließlich ist ihre Wählerschaft eher zu einem geringen Maße von der Wahl der Qual " Arbeitsteilung " betroffen. In den östlichen Bundesländern haben die Bürger mehr Angst vor einem Arbeitsplatzverlust, denn vor jener Möglichkeit, eine Stelle antreten zu dürfen, die nur einen reduzierten Stundenumfang vorsieht. Auch im " reicheren " Westen stellt sich diese eher als Luxusproblem einer Minorität dar. Es betrifft überwiegend nur jene Arbeitnehmer, die in einem höher qualifizierten Beruf tätig sind, der eine durchaus gesteigerte Belastung mit sich bringt, wodurch der Wunsch nach einer reduzierten Arbeitszeit erweckt wird. Da ein nicht unerheblicher Anteil dieser zu den so genannten Doppelverdiener - Haushalten zählt, worüber das verringerte Einkommen abgefedert werden kann, stellt das jetzt aufgeworfene Problem der " Lifestile - Arbeit " ben nur eine Marginalie dar. 

Statt hier mit einem Gesetzesvorschlag, der darauf abzielt, das Arbeitnehmerrecht auf Teilzeitbeschäftigung auszuhöhlen, respektive abzuschaffen, sollten sich Connemann und Konsorten eher um die Masse an Schul - und Ausbildungsabbrecher kümmern, die Betreuungssituation der Kinder von berufstätigen Elternteilen verbessern und der Wirtschaft attraktive Standortbedingungen anbieten. Doch da sind Merzens " Fachminister " nicht in der Lage. Deshalb ist der von Connemann und ihren Unterstützern in der CDU angeregte Vorschlag lediglich substanzloses Wahlkampf - Gelaber.

  

 

   

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

" Eine Seefahrt, die ist lustig. " - nur nicht in den 60er Jahren zum AOK - Erholungsheim auf Norderney.

" Oh Adele, oh Alele, ah teri tiki tomba, ah massa massa massa, oh balue balua balue. " und die Kotzfahrt nach Wangerooge.

Letztes Lied - Mascha Kaleko und die traurige Wahrheit über den Tod.