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Hungrig durch Stockholm

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Im vorletzten " SPIEGEL" des bald dahin scheidenden Jahres 2019 findet sich auf der Seite 109 ein retrospektivischer Beitrag von Elke Schmitter, die sich hierin zu der offiziellen Nobel - Preis - Verleihung in der schwedischen Stadt Stockholm äußert. In ihrem typischen, angenehm zu lesenden Stil beschreibt die Journalistin, wie die handverlesenen Anwesenden sich bei dem Verleihungszinnober, so ganz nebenbei, einigen edlen lukullischen Genüssen hin geben durften. Dem Leser des Beitrags könnte mit jedem Wort das Wasser im Munde zusammenlaufen: - Kabeljau mit Advocado Zehen und Finger - Kalixrogen von einem Gurkenbeet Da kann der Außenstehende nur große Augen machen. Und deshalb erinnerte ich mich beim Lesen des Beitrags an jene Erlebnisse, die meine bessere Hälfte während der EU - Jahrestagung 2009 in Stockholm mit nach Hause brachte. Das Gastgeberland Schweden bat im herbstlichen Stockholm zu Tisch, besser ausgedrückt: In einem Betonbau wurde für 900 angemeldete Pers...

´Nen Bettelsack zu Weihnachten!

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Joh, jetzt ist es geschafft - die Heilige Nacht liegt vor uns. Die Schlachten sind geschlagen, das Konto überzogen, das Portemonnaie leer, dafür sind der Kühlschrank und das Wohnzimmer voll. Weihnachten 2019 klopft an die Tür. Wollen mer es rein lasse? Während ich heute bei " NORMA " meine auch aller letzten Einkäufe vor dem geheiligten Fressfest in aller Frühe erledigte und mit einem vollen Leinenbeutel den Rückweg antrat, erinnerte ich mich an das Weihnachtsfest 1990. Ich wohnte damals in einem Haus in der Waterloostraße in Bremen. Eine eher sehr bescheidende Unterkunft von knapp 75 m², unter dem Dach. Hier wurde es im Sommer fast unerträglich heiß; im Winter dafür sehr kalt, so dass die Wäsche auf dem darüber liegenden Boden an fror. Eigentlich ein " Scheißloch ", dass jedoch mehr als 900 DM je Monat kostete. Auch zu dieser Zeit waren bezahlbare Wohnung - nicht nur in Bremen sehr rar. Es herrschte - wie sich die Bilder nach 30 Jahren immer noch gleichen - akute...

Der AWO - Skandal in Frankfurt: Noch kein Ende in Sicht?

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Das Jahr 2019 wird in einigen Tagen sein letztes Stündlein einläuten. Es könnte - je nach Sichtweise - als " Katastrophenjahr " in die Weltgeschichte eingehen. Die Medienmeute berichtete in schöner Regelmäßigkeit über Unwetter, Feuersbrünste und Unglücke, die samt und sonders von Menschen verursacht wurden. Neben diesen kleinen bis großen Kollateralschäden des Zusammenlebens auf der überbevölkerten Erde, gab es eine Vielzahl an Skandalen, deren Auswirkungen zum Teil regional begrent waren. Trotzdem zeigen gerade sie, wie es um den Erdenbürger in 2019 mit Blick auf dessen ethischen Grundeinstellungen so bestellt ist. Die Stadt Frankfurt an Main wird hierbei nicht gerade ein leuchtendes Beispiel abgeben. " Mainhattan  ", wie die Großstadt von ihren Bewunderern auch benannt wird, wurde in dem bald abgelaufenen Jahr von einem Skandal erschüttert, der sich erst bei genauerem Betrachten als ein solcher entpuppt. Die Medienberichterstattung hierüber verlief nämlich ...

WARUM ES AM 24. DEZEMBER KEINE GERICHTSTERMINE GIBT. EINE VORWEIHNACHTSGESCHICHTE VON ADVOCATUS DIABOLI. NIEDERGESCHRIEBEN VON SELBST.

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In diesem Jahr fällt der 24. Dezember auf einen auf einen Dienstag. Die Weihnachtstage dürfen wir deshalb mitten in einer Woche feiern. Vor einem Vierteljahrhundert, also 1994 fiel Heilig Abend auf einen Samstag. Soweit war es für viele Arbeitnehmer nur ein verlängertes Wochenende. Die meisten Geschäfte hatten an diesem 24. 12. 1994 bis 14. 00 Uhr geöffnet, dann war bis Dienstagmorgen 06.00 Uhr erst einmal Feierabend. In der einstigen Volksrepublik Jugoslawien herrschte weiterhin Krieg. Die einst von dem großen Führer Josip Broz Tito zusammengeschmiedete Allianz aus teilautonomen Republiken zerbrach. So, wie der gesamte Ostblock unter der vormaligen Herrschaft der UdSSR implodiert war. Die Zeiten hatten sich geändert. Viele Teilrepubliken lösten sich aus einem Verbund und strebten die vollständige Autonomie an. So auch Slowenien, die nordöstlichste Republik des einstigen Jugoslawien. Nach einer Unabhängigkeitsdeklaration 1990 kam es ein Jahr später zu einer bewaffneten Ausein...

Vor der Halbzeit ist nach der Halbzeit: Die Bundesliga geht in die Winterpause.

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Ab heute Abend 18.30 Uhr läutete die DFL - Spielplanung die letzten beiden Runden der Hinserie in der Bundesliga ein. Bis Sonntag 18.00 Uhr das Ende der Pflichtspiele im Jahr 2019 angepfiffen wird, dürfen sich 18 Vereine noch um die Punkte streiten. Es ist wieder an der zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen und die bisher gezeigten Leistungen der Erstligaklubs ein wenig kritisch zu betrachten. Wohl an, lassen wir´s geschehen und blicken aus der Sicht des aktuellen Tabellenstandes in die Gemütslage der Anhängerschaft: 1. RB Leipzig: Als " Brause - oder Plastikklub " bei vielen Fans verhöhnt und von jenen der Konkurrenz regelmäßig angefeindet, hat sich RB Leipzig endgültig in die Spitzengruppe des Bundesliga - Fußballs gespielt. Könnte ein heißer Meisterschaftsaspirant sein. 2. VFL Borussia Mönchengladbach: Ja, da schau´her! Der " Fohlen " - Stall ist erwachsen geworden und könnte nach sehr langer Zeit um die " Schale " mitspielen - dem Marco R...

Nymphensittich entflogen

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Heute ist Montag, der 16.12.2019. Der Blaue Montag, denn das Wochenende ist da schon längst vorbei. Ich hasse Montage. Darüber habe ich mich bereits in einem Blogeintrag ausgiebig erklärt. Nur, dieser Montag ist besonders blau. Am Samstag haben ja meine Werderaner einige Kilometer Luftlinie von Eching entfernt, ihr 15. Pflichtspiel bei der Millionario - Truppe des FC Bayern absolviert und dabei - ich hatte es befürchtet, erwartet und nicht live bei " Sky " angesehen - ordentlich eins auf den Helm bekommen. Schwamm drüber, weiter geht´s im Abstiegskampf. Weil ich im Land des Ernstfeindes mit Dresdner Kfz - Kennzeichen und zudem einer " Werder Raute " auf der Heckklappe, meine Sympathie für die Grün - Weißen offensiv artikuliere, musste ich am Blauen Montag befürchten, dass andere PKW - Fahrer sich Schenkel klopfend über soviel Zweckoptimismus amüsieren würden, wenn sie in der 30er - Zone hinter mir her zuckeln. Deshalb ließ ich unseren Mazda lieber in der Gar...

Das Ende einer Kohlfahrt

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Ab November jeden Jahres, wenn sich die ersten, noch leichten Nachtfröste durch die Norddeutsche Tiefebene schleichen und der herbst den dortigen Bewohnern zu sagen pflegt: " Ich bin dann mal eben wieder weg! ", beginnt sie, die Hochzeit der " Kohl - und Pinkelfahrten ". Dann wird traditionsgemäß der umgebaute Handwagen, der Bollerwagen oder ein anderen zwei - bis vierrädriges Gefährt aus dem keller, dem Schuppen oder sonstwo her, geholt und alsbald dafür präpariert. Sinn und Zweck jenes Brauchtums ist es, möglichst schnell einen möglichst ausreichenden Alkoholpegel zu erhalten, damit jener Nonsens, der sich während der Wanderschaft mit dem -natürlich von Hand zu ziehenden - Begleitfahrzeug, nicht als solcher selbst erkannt wird. Zu dem Flachsinn, der im Zuge einer solchen " Kohl - und Pinkelfahrt " den Beteiligten zugemutet und von diesen - dank geistiger Getränke - auch akzeptiert werden muss, zählen: - das Würfeln mit einem über dimensionierten ...