Donnerstag, 30. November 2017

Santander Consumer Bank, der Satansbraten!



Vor vielen Jahren wechselten wir die so genannte Hausbank. Nachdem die " Noris Bank " von der Deutsche Bank geschluckt wurde und ihre Filiale später dicht machte, legte sich meine bessere Hälfte ein Konto bei der " Santander Consumer Bank " zu. Die hat ja bekanntlich ihren Sitz in Mönchengladbach. Die Filiale in Dresden befindet sich an der Königsbrücker Straße. Deshalb entschieden wir uns für ein Online - Konto.

Irgendwann davor schlossen wir dort einen PKW - Finanzierungsvertrag ab, den uns ein Autohändler vermittelte.

Diesen Kredit stockten wir wegen diverser Anschaffung und Reparaturen am Haus mehrfach auf.  Dabei verlangten die Santandisten jeweils saftige Bearbeitungsgebühren, eine Restschuldversicherung in einer astronomischen Höhe und relativ hohe Zinsen.

Nun besteht kein Kontrahierungszwang mit einer Bank. Der Kunde hat die Wahl zwischen Hunderten Anbietern. Doch da wir eh das Konto dort führen ließen, war es eben bequem, dort auch die Kreditgeschäfte abzuwickeln.

Ein Fehler, wie sich später heraus stellte,

Die erste unliebsame Überraschung erlebten wir während des Familienbesuchs in Irland. Die als in allen europäischen Ländern akzeptierte " Visa Card " funktionierte einige Male nicht. Der Geldautomat in Bray, Dublin und Galway verweigerte schlichtweg seine Dienste. Gut, zum Teil waren es alte Krücken, die dort vor den Bankgebäuden standen. Dennoch: So etwas darf nicht passieren.

Wenig später stellte die " Santander " ihr elektronisches Datenverarbeitungssystem um. Zunächst war ein Zugriff auf das Konto wegen " Wartungsarbeiten " nicht möglich. Danach trauten wir unseren Augen nicht. Die Santandisten hatten alle Lastschriftbuchung gleich doppelt ausgeführt. dadurch einstand ein astronomischer Saldo. Nach einem aufgeregt geführten Gespräch mit der Dresdner Filiale wurde uns zugesichert, dass " daran gearbeitet werde ".

Nach diesem Schreck in den Abendstunden dauerte es kein Jahr und die " Santander " sandte eine neue " Visa Card ", die allerdings mit einem längst vergangenen Gültigkeitsdatum versehen war. Nach einem Austausch, der wiederum mehrere Tage dauerte, verlangten die Santandisten eine Kartengebühr von 5 Euro, die sie natürlich gleich von dem Konto abgebucht hatten. Auf unsere Intervention hin, wurde der Betrag wieder gut geschrieben.

Wiederum ein Jahr später verkauften wir den kreditfinanzierten PKW und verlangten von der Bank die Herausgabe des Kraftfahrzeugbriefs. Der wurde uns zwar anstandslos zugesandt, doch einige Tage später erreichte uns ein Schreiben aus Mönchengladbach, aus dem hervor ging, dass die Bank einen Anspruch auf Zahlung aus dem erzielten Restwerts des Autos in Höhe von 2.200 Euro habe. Ich reagierte auf diesen Schwachsinn erst gar nicht, denn der Finanzierungsvertrag war längst in den neuen Kreditvertrag eingebunden worden und der wurde durch eine monatliche Rate abgestottert.

Wiederum ein Jahr darauf, buchte die Bank eine Lastschrift , die nie vereinbart worden ist. Wir widersprachen der Buchung. Der Betrag wurde gut geschrieben.

Einige Monate später berechnete die Bank für das " kostenlose " Online - Konto nunmehr 1 Euro Gebühren pro Monat. Eine entsprechende Kundeninformation dazu erfolgte nicht.

Durch die beiden Urteile des Bundesgerichtshofs bestärkt, fordere ich die " Santander " auf, die zu Unrecht kassierten Bearbeitungsgebühren in Höhe von mehreren tausend Euro zu erstatten. Die Pfeifen in Mönchengladbach weigerten sich und schwurbelten von verfassungsrechtlichen Problemen herum. Ich ließ mich aufgrund dieses Schwachsinns und der drohenden Verjährung nicht mehr auf einen Schriftwechsel ein und verklagte die " Santander " vor dem Amtsgericht Mönchengladbach. Beide Prozesse wurden durch so genannte Anerkenntnisurteile beendet.

Vor fast 4 Jahren kündigte meine bessere Hälfte die beiden Konten bei der " Santander ". Sowohl das Girokonto mit einem Dispositionsrahmen als auch die daran angebundene " Visa Card " wurden valutengerecht ausgeglichen. Das war´s?

Nein, noch nicht ganz. Da die Damen und Herren die beiden Kündigungsschreiben offensichtlich nicht gelesen hatten, sandten die Bank uns Monate später eine neue " Visa Card ". Natürlich gebührenpflichtig. Ich ignorierte das Schreiben und vernichtete die Karte.

Seit mindestens zwei Wochen nervt nun das " Call Center " der Santander " durch Anrufe, die mehrfach täglich über diverse Rufnummern erfolgen. Zudem lag vor einigen tagen ein Brief der Bank im Kasten. Darin steht, dass das längst gekündigte " Visa Card " - Konto ein Saldo von 10, 49 aufweisen würde. Dieser Betrag sei sofort zu entrichten. Im übrigen seien wir mit zwei vereinbarten Raten, die auf ein fiktiven Saldo monatlich zu entrichten wären, in Verzug.

Nach einer unendlichen Geschichte über Unfähigkeit, Ignoranz und einem extrem patzigen Haufen im " Call Center " dieses Vereins, ist mir heute der Kragen geplatzt. Ich habe den Heinis in Mönchengladbach geschrieben, dass die Konten seit nahezu 4 Jahren nicht mehr existieren und sie uns künftig mit ihren nötigenden Telefonanrufen nicht mehr belästigen mögen.
Geschieht dieses nicht unverzüglich, werde ich den Haufen erneut verklagen.

Mir reicht´s mit diesem Satansbraten mit Namen " Santander Consumer Bank "!

Gut´s Nächtle mit:

Frank Zappa´s Mother´s Of Invention und " Theme From Burnt Weeny Sandwich " - 1970:



Nachtrag vom 13.02.2018:

Aus aktuellem Anlass wird eine weitere Episode folgen. Stichwort: Meinungsfreiheit.


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