Görlitz, Niesky und die Waffenfabrik
Die Kleinstadt Niesky liegt im Landkreis Görlitz, der wiederum zum Freistaat Sachsen zählt. Niesky kann auf knapp 9.200 Einwohner verweisen. Seit der Wiedervereinigung hat die Stadt damit 3.000 Einwohner verloren mit anhaltender Tendenz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Niesky
Der einst größte Arbeitgeber, die " WBN Waggonbau Niesky GmbH ", seit 2018 dann " ELH Waggonbau Niesky GmbH ", stellte Ende 2023 den Betrieb ein. Die zuletzt nur noch 240 Mitarbeiter von einst 1.000 Werktätigen ( indem DDR Kombinat ) wurden entlassen, das Werksgelände ist seitdem verwaist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Niesky#Ansässige_Unternehmen
Nun kommt ab 2025 wieder Schwung in die Region. Das Rüstungsunternehmen KNDS ( https://www.knds.de ) plant die Werkanlagen der Firma Alstom, die sich ebenfalls auf Schienenfahrzeuge spezialisiert hat zu übernehmen und im Verbund mit dem Konsortium dort Panzerkomponenten zu produzieren.
https://www.wochenkurier.info/landkreis-goerlitz/artikel/panzer-statt-schienenfahrzeuge
Damit könnte ein Teil der dortigen Mitarbeiter, aber auch eine reihe Nieskyianer als Belegschaft übernommen werden.
Doch damit sind wohl nicht nur die dort zahlreich herum vagabundierenden Postfaschisten von Schlage der " Freien Sachsen " ( die u.a. für einen " Saxit " votieren ) oder der " AfD ", die per se gegen alles, was europäisch angehaucht ist und vor allem gegen Rüstung sind. Diese instrumentalisierten denn auch flugs den Protest gegen die Schließung des Alstom - Werkes in Görlitz und männelten sich in lautstark vor den dortigen Werkstoren im Verbund mit Betroffenen, Mitarbeitern und sonstigen Bedenkenträgern auf.
Dieses Geschmeiß versucht sich auch bei der Debatte rund um das geplante Asylbewerberheim in Position zu bringen und die üblichen Hetztiraden anzubringen:
Neben dem üblichen Radau aus den rechtsradikalen Umfeld, kommen aber auch Töne aus den Reihen der einheimischen Vorurteileverbreiter. Eine vom MDR befragte Dame von der Straße gab denn ihre nicht unerheblichen Einwände zum besten. Sie sah die Gefahr nicht aus dem Rüstungsbetrieb an sich heraus kommen, sondern schwang die " Anti - Wessi " - Keule. Ja, dann kämen eh nur westdeutsche Fachkräfte nach Görlitz und die brächten gleich ihre gesamte Familie mit, weshalb die Ureinwohner nun reinweg gar nichts davon hätten.
Baoh, wie lange ist die verordnete Wiedervereinigung her? Aha, demnächst 35 Jahre! Bei dieser Dame hat sich wohl zu viel Kalk aus der DDR - zeit abgelagert?
AMPACITY - Molton Boron - Superluminal - 2015:
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