Mittwoch, 28. Februar 2018

Berufsbetrüger



Mit zunehmenden Alter sollte sich der Menschen dann und wann Gedanken machen, wo, wie und mit wem er seinen Lebensabend verbringen möchte.

Diese Gedanken machte sich auch der wohl habende Max Büttner ( glänzend von Matthias Habich gespielt ) und entschied sich, in seinem durchaus gut bürgerlichen Haus zu bleiben. Büttner hat zwar einen Sohn, der existiert allerdings wegen seiner Homosexualität für den Vater längst nicht mehr. Als dieser einige Male fast orientierungslos aufgefunden wird, setzt das Amtsgericht für Max Büttner einen Berufsbetreuer ein.

Der praktizierende Rechtsanwalt versucht Büttner in ein Pflegeheim zu verbringen und möchte deshalb dessen Anwesen veräußern, um die Heimkosten zu decken.

Als Max Büttner eines Tages die alte Jugendfreundin Leni Schönwald ( ebenfalls ausdrucksstark von Thekla Carola Wied gespielt ) zufällig wieder trifft, stellen beide fest, dass sie immer noch eine Zuneigung zueinander haben. Max verschweigt zwar der Frau, dass für ihn ein Betreuer bestellt wurde, doch nach und nach kommt Leni dahinter und ergreift Maßnahmen, um dem betrügerisch arbeitenden Berufsbetreuer das Handwerk zu legen.

Dieser möchte sich nicht nur das Hausgrundstück unter den Nagel reißen, sondern unterhält auch zu dem Pflegeheim enge berufliche Kontakte. Vermutlich erhält er von dessen Geschäftsleitung - mutmaßlich -  Schmiergeld, wenn er Max nach dorthin bringen lässt.

Der von dem Betreuer, der kraft Gesetzes, nun für und gegen den Mann tätig wird und das durchaus hochpreisige Hausgrundstück verkaufen möchte, so über den Löffel halbierte Max, schöpft nach der Begegnung mit seiner Jugendliebe Leni wieder neuen Lebensmut und kämpft gegen das offensichtliche Unrecht. Der betrügerisch agierende Rechtsanwalt wird schließlich von seiner Funktion entbunden und statt seiner Leni eingesetzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sein_gutes_Recht

Auch wenn in dem Film eine Reihe von Unsauberkeiten erkennbar werden, denn das Betreuungswesen wird nicht nur von einzelnen Rechtsanwälten beackert, sondern es gibt ganze Abteilungen in gemeinnützigen Organisationen, wie " Caritas ", " AWO " oder auch " Deutsche Rote Kreuz ", die sich auf dem durchaus lukrativen Rechtsgebiet tummeln, zeigt er dennoch deutlich die Gefahren auf, in die sich ein älterer, dann auch noch schwer erkrankter Mensch begeben kann, wenn er weder Angehörige hat, die sich im Alter um dessen persönliche Belange kümmern können.

Zunächst ist es in solchen Fällen möglich, dass über eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht einige Regelungen getroffen werden können. Vor allem jene, die sich um die Gesundheit und das liebe Geld drehen. Mit diesen Dokumenten lässt sich bereits viel Dampf aus den Kessel nehmen und es werden keine Begehrlichkeiten geweckt, mit denen ein unbeteiligter Dritter , wie hier ein Berufsbetreuer angelockt wird.

Nun, die Masse unserer lieben Mitmenschen ist indes eher unvorsichtig und deshalb kommen solche Fälle, wie in dem Film durchaus realistisch wieder gegeben, zumeist zu Stande.

Alt werden ist keine Schade, allein gelassen werden und zudem um sein im Leben erworbenes Hab und Gut gebracht werden, ist es für diese Gesellschaft aber sehr wohl.



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