Mittwoch, 24. Januar 2018

Friederike, die wütende Dame.



Der aktuelle Winter, der bisher ja keiner war, brachte zwar in den norddeutschen Gefilden - zumindest zeitweise - ein wenig Schnee, aber davor und danach viel Regen. Und zudem fegten bislang drei bis vier heftige Stürme über viele Regionen in Deutschland.
Der letzte Orkan wurde " Friederike " getauft. Eigentlich ein durchaus akzeptabler Name für eine Dame, die massive Schäden hinter ließ, bevor sie sich in Richtung Südosten verzog.

Zwar hatten die Meteorologen bereits drei Tage vorher das Sturmtief vorher gesagt, doch wohl zum größten Teil dessen Heftigkeit dabei verkannt. So schlug die nicht ganz so liebe Frau " Friederike " am 16. Januar 2018 eine Schneise der Verwüstung durch Deutschland.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmtief_Friederike

Besonders hart traf es dabei auch ein Areal im Südwesten Niedersachsens. Der Solling als Teil des Weserberglandes und Anschluss an den Bramwald sowie den Reinhardswald wurde von " Friederike " ordentlich durch geschüttelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Solling

Nach bisherigen Schätzungen hat der Orkan dabei 300.000 Kubikmeter Holz platt gelegt. Es traf hier überwiegend Nadelhölzer, insbesondere die sehr schnell wachsenden Fichten. Nach " Kyrill ", der vor zirka 11 Jahren dort ähnliche Forstschäden hinter ließ, heißt es nun erneut: Aufräumen!

Dabei ist durchaus Eile geboten, denn das nieder gewalzte Fichtenholz trocknet schnell und könnte bei einem heißen Sommer zu einer erhöhten Waldbrandgefahr beitragen. Deshalb trafen sich heute die für dieses Gebiet zuständigen Pächter und Forstwirte, um einen Überblick zu den Gesamtschaden zu erhalten.

Neben den entstandenen finanziellen Verlusten, werden vielleicht noch Folgeschäden hinzu kommen. Als der NDR über die Situation nach dem Orkan berichtete, sahen die Bilder aus, als habe ein Riese hier " Mikado " gespielt.



https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Friederike-Fast-eine-Million-Kubikmeter-Wald-kaputt,sturmschaeden212.html

Da ich die Region aus den vielen Touren auf der B 1 in Richtung A 7 sowie auf der BAB 7 selbst kennen gelernt habe, war mir auch klar, dass der Orkan zwar die Bäume nieder gemäht hatte, doch der Mensch selbst dabei eine gewisse Mitschuld trägt, weil er im Rahmen der industriellen Forstwirtschaft die Monokulturen favorisiert und es dann zu derartigem Kahlschlag kommen muss. Nadelgehölze, vornehmlich die Fichten, sind Flachwurzler. Bei derartigen Stürmen knicken diese Bäume sofort um. Der Schaden ist danach groß, die Einsicht, hieran etwas zu verändern, allerdings sehr klein. Es wird bald aufgeräumt, abtransportiert und verkauft. Danach wieder mit billigen Fichtenholz aufgeforstet.

The Sho Must Go On !

Auch in der Forstwirtschaft gilt dieser Grundsatz, Doch: Wie lange noch, wenn durch den Klimawandel die Extremwetterlagen immer häufiger wechseln?

" Ramses " - " Eternity Rise ",  " Time " , " Windy "  - Album: " Eternity Rise " - 1978:




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