Neues zum Internationalen Tag der Bildung
Heute ist Freitag. Freitag, der 24. Januar 2025. Das Wochenende steht vor der Tür. Die letzte Januarwoche aber auch. Dabei hat das Jahr 2025 doch erst begonnen. Oder auch nicht?
Der 24. Januar wurde international zum Tag der Bildung ernannt.
Dieser ist seit dem Dezember 2018 hat die UNESCO diesen Tag zur Erinnerung an die Bedeutung der Bildung ausgerufen ( Von der Generalversammlung der UN am 3. Dezember 2018, in der Resolution Nr. A/RES/73/25, designierter Tag zur Feier der Bedeutung von Bildung für den Frieden und die Erreichung der Ziele der globalen Nachhaltigkeitsagenda)
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gedenk-_und_Aktionstagen
Der 24 Januar soll also daran erinnern, dass die Bildung ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens darstellt. Vielmehr noch: Die Bildung stellt nach der UNO - Charta ein Menschenrecht dar ( Artikel 26 Absatz 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ). Dort heißt :
Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
Hieraus entstand der seit 2015 in Deutschland eingeführte " Tag der Bildung ", der am 8. Dezember eines jeden Jahres vorgesehen ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Bildung
Auch wenn solche Aktionstage nicht mehr als einen deklaratorischen Charakter entfalten können, zeigen sie dennoch, dass es auch in unserem Bildungssystem erheblichen Verbesserungsbedarf gibt. dieses lässt sich nicht nur an den derzeit veröffentlichten Zahlen. Demnach verließen 6,1 % aller Schüler die Bildungseinrichtungen ohne jeglichen Abschluss. Dieses entspricht einer Anzahl von 47.500 Beschulten.
Die Gründe dafür sind vielfältig.
Einer dafür liegt in der wachsenden Zahl von Familien mit Migrationshintergrund und jener Schülerzahl, die aus bildungsfernen Haushalten kommen. Ein weiterer Grund hierfür liegt in dem Fehlen von Schulstrukturen, die eine grundsätzliche Durchlässigkeit bei den unterschiedlichen Schulformen vorsieht. Negatives Beispiel stellt der Freistaat Bayern dar. Die hiesige Bildungspolitik hält sklavisch an dem dreigliedrigen Schulsystem fest, dass aus Hauptschule ( die hier zwar Mittelschule heißt, aber nichts anderes als eine Hauptschule ist ), der Realschule ( einst Mittelschule ) und dem Gymnasium ( vormals: Oberschule ).
Wer hier bereits nach vier Grundschuljahren in eine Schulart einsortiert wurde ( was einzig und allein durch die Schule selbst und deren Lehrkörper erfolgt, denn ein elterliches Mitbestimmungsrecht gibt es nicht ) wird nur über Umwege zu einen höherwertigen Abschluss gelangen.
Solange das deutsche Bildungssystem im Rahmen der föderalen Systematik einzig Ländersache bleibt, wird sich an der hohen zahl von Schülern ohne Abschluss kaum etwas ändern. Da hilft weder eine " Tag der Bildung " oder ein Grundrecht darauf. Wer aussortiert wurde, hat sich bereits die eigene Zukunft verbaut. Vor vielen Jahrzehnten konnten diese Bildungsversager durch Anlern - und Hilfstätigkeiten irgendwie noch in das Wirtschafts - und Gesellschaftssystem eingegliedert werden.
Das dürfte heutzutage kaum noch der Fall sein. Es droht deshalb der Bezug von Sozialtransfers.
JEREMY IRONS & THE RATGANG MALIBUS - Once Levitated - Spirit Knife - 2014:
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