Mittwoch, 21. März 2018

Die Kreuzotter aus dem Teufelsmoor



Das Teufelsmoor liegt zirka 30 Kilometer und eine gute halbe Autostunde von Bremen entfernt. Der bekannteste Ort dort dürfte das Künstlerdorf Worpswede sein. Wer sich nicht gerade an einem Sonn - oder Feiertag durch das malerische Örtchen durch quälen muss, der gelangt nach wenigen Minuten an den Rand der Moorfläche, die rund 500 Km² umfasst.
Nachdem die stark frequentierte L 11, die direkt durch Worpswede führt, in die Teufelmoorstraße sowie die Hüttenbuschstraße mündet, kann ein Besucher sich beide, direkt in das Moorgebiet führende Zufahrten aussuchen.

Wer die Teufelsmoorstraße, die L 153,  noch einige Zeit weiter befährt, gelangt nach zirka zwei Kilometern zu der Abzweigung Am Günnenmoor. Hiervon gehen dann eine Reihe von eher wenig befestigter Nebenwege direkt in das Moorgebiet.
Bereits jetzt wird dem Besucher klar, dass das Moor eine gewisse Faszination auf den, vielleicht Stress gewohnten und Lärm geplagten Städter ausübt.

Über nur leicht befestigte Wege lassen sich nun längere Spaziergänge in aller Ruhe und Abgeschiedenheit, jenseits des Trubels rund um das Künstlerdorf Worpswede machen.
Dabei kann es - allerdings jahreszeitlich bedingt - zu Begegnungen mit einer Reihe von beheimateten oder gastierenden Tieren kommen.


http://www.biologische-station-osterholz.de/?page_id=425

Da das Moor seit 2012 durch eine veränderte Flächennutzung nicht mehr als Torfabbaugebiet genutzt werden darf,  dafür eine Renaturierung vorgenommen worden ist, wird sich die dortige Flora und Fauna ebenfalls weiter verändern.

Die Geschichte des Moores, samt seiner Mythen und wahren Geschichten ist sehr umfangreich. Radio Bremen entschloss deshalb 1982 einen mehrteilige Fernsehfilm mit dem Namen " Teufelsmoor " dort abzudrehen, die die Geschichte einer hier lebenden, fiktiven Familie erzählt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsmoor

Eine Begegnung der besonderen Art hatte ich an einem der oben benannten Nebenwege einige Jahre später. Ein frühlingshaftes Wetter trieb mich im April 1987 zu einem Ausflug nebst Spaziergang dorthin. Ich hatte eine Bekannte zuvor mit dem Auto abgeholt. Nachdem wir uns durch Worpswede quälen mussten, gelang es mir doch tatsächlich, jenen Weg wieder zu finden, den ich einige Zeit zuvor für einen Spaziergang ausgewählt hatte.
Und während wir uns über die einmalige Landschaft und die Geschichte des Moores unterhielten, hätten wir beinahe auf eine,  fast vor unseren Füßen liegende, junge Kreuzotter getreten. Ich erkannte das, sich in der milden Frühjahrssonne ausruhende Reptil noch rechtzeitig und stoppte auch meine Bekannte.

Nun, die Kreuzottern sind zwar Giftschlangen und können durch ihren Biss durchaus allergische Reaktionen bei einem Menschen hervorrufen; lebensgefährlich dürfte das Gift der einheimischen Schlange indes eher nicht sein. Dennoch sollte ein Wanderer eher einen Bogen um das Tier machen. Was wir auch beherzigten. Die Frage der Bekannten, ob diese Schlange giftig sei, bejahte ich zwar, aber schränkte dabei gleichzeitig ein, dass sie eben keine Lebensgefahr darstellen würden.
Weil auch über die einzige, in Deutschland lebende Giftschlange wahre Schauermärchen erzählt wurden, hatte ich zwar auch vor dem jungen Tier, dass natürlich auch Gift bei einem Biss injiziert, durchaus Respekt, aber keineswegs große Angst.

Während des Spazierganges kam natürlich auch das Thema der Moorgeister in unserer Gespräch hinein. Tja, es soll sie doch tatsächlich gegeben haben. Auch im Teufelsmoor bei Worpswede. Davon bin ich bis heute nicht überzeugt. genauso wenig, dass es einst Hexen gab, die auch hier ihr Unwesen getrieben haben sollen.

Immerhin ist der menschlichen Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt worden und die materialistisch agierende Amtskirche war dabei tatkräftig behilflich.

Gut´s Nächtle, ob mit oder ohne Hexenwahn und Giftschlangen im Moor:

" Hex " aus dem fernen Neuseeland mit " Witches Of The Hex " -  " Calling To The Universe " - 2016:




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