Donnerstag, 29. März 2018

Hühnergegackere vor Ostern


 Noch drei nicht ganz volle Tage, dann steht das Osterfest 2018 endlich vor der Haustür. Es soll bekanntlich Osterhasen geben, die Ostereier bringen und diese in Osternester hinein legen. So ungeschickt, wie es der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski in seinem Klassiker " Stups, der kleine Osterhase " besingt, dürften die zweibeinigen Osterhasen allerdings nicht vorgehen, denn sonst könnte das Osterfest das gesamte Jahr über andauern. Und dieses wollen wir wohl alle nicht. Schließlich gibt es auch noch Weihnachten, das große Fest der großen Geschenke.

Dieses liegt jedoch erst in 270 Tagen an. Bis dahin fließt noch sehr viel Wasser die Elbe herunter. Jetzt aber ist erst mal Ostern, das Fest der bunten Eier. Und diese werden u.a. von den Millionen Hühnern gelegt, die irgendwo im Nirgendwo zwischen Flensburg und Garmisch - Patenkirchen sowie Prenzlau und Aachen gelegenen Ställen, Fabriken oder was auch immer hierfür als Bezeichnung herhalten muss, produziert. Mehrere Millionen Hühnereier verlassen die Ställe jeden Tag. Dabei legt - naturgegeben - ein Huhn nur ein Ei am Tag. Die Natur hat d - zum Leidwesen der Eierproduzenten - so vorgesehen.

Jetzt stellte sich bei mir heute Morgen, während ich einem MDR aktuell - Bericht über die erhöhte Konsumentennachfrage bei Hühnereier vor und zu Ostern, die existenzielle Frage, wie es wäre, die Genetik würde einen Klon aus den Hut zaubern, der sowohl Hase als auch Huhn sein könnte? Ein Osterhasenhuhn als. Analog dem Fabelwesen der eierlegenden Wollmilchsau? Ein Ostereierfan käme doch dabei voll aus seine Kosten. Die Eier würden nicht nur schneller gelegt, sondern auch gleichzeitig in die Nester verbracht. Eine Massentierhaftung in den berüchtigten " Hühner - KZs " wäre dann nicht mehr erforderlich. Die Osterhasenhühner oder auch Osterhühnerhasen könnten frei in der Natur herum hoppeln und gackern ihre Eier dort ablegen, wo sie sich gerade aufhalten.

Doch dann zerstörte ein Satz innerhalb der Eierverbrauchsmeldung bei MDR aktuell diesen kühnen Traum. Nein, so ein Eierproduzent, der sich zu der Frage, wann die größte Nachfrage an Hühnereiern sein, nein, nicht - so wie es viele und auch ich glauben - nicht zu Ostern herrscht bei den Eierverkäufern Hochkonjunktur, sondern - man glaubt es kaum - zu oder kurz vor Weihnachten.

Jetzt fiel mir aber nichts mehr ein. Oder könnte ein Weihnachtshase, gar ein Weihnachtshuhn, geklont werden, damit die starke Eiernachfrage befriedigt wir? Ich will es einfach nicht glauben. Bis Weihnachten sind es aber noch 268 Tage hin. Der Weihnachtsmann könnte bis dahin ja überlegen, ob er statt eines Sacks voller teurer Geschenke, die dann eh wieder umgetauscht werden, weil sie den lieben Beschenkten nicht gefallen, einfach umsatteln und stattdessen ein Nest voller Weihnachtseier in das Wohnzimmer unter den Tannen - oder Weihnachtsbaum legen.

Im Sinne unserer - nicht im Grundgesetz verankerten - christlich - abendländischen Leitkultur wäre das doch ein geeigneter Versuch, den Spagat zwischen islamischen Brauchtum und christlich - heidnischer Tradition zu schaffen.

Da gackern doch die Osterhühner!



" Strawberry Alarm Clock " - " Pretty Song From Psch - Out " - " Wake Up, It´s Tommorow " - 1968:







1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Osterbier! Osterbier!!! ;o)

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