Samstag, 31. März 2018

Frohe Ostern 2018



Der stressige Osterreiseverkehr begann für uns bereits am Karfreitag ab 10.30 Uhr auf dem Autobahnabschnitt der A4 zwischen Dresden - Flughafen und Wilsdruff. In einer Baustelle hatte es mehrfach " gekracht ". Der Verkehr staute sich deshalb auf Satten 9 Kilometer; " Sie müssen mit 2 Stunden Zeitverzögerung rechnen ", informierte uns der Verkehrsfunk von MDR  aktuell. So weit, so nervig!

Wir entschlossen uns, die Autobahn an der nächsten Ausfahrt zu nehmen und es auf der Landstraße zu versuchen.Diese Idee hatten allerdings auch andere Motorisierte. Es wurde deshalb eine ähnlich unentspannte, aber dafür spannende Fahrt durch die sächsische Provinz zwischen Dresden und Nossen, denn nie zuvor begegneten uns derartig viele exotische Kfz - Kennzeichen wie an jenem Freitagvormittag.

Nach zirka einer halben Stunde der unfreiwilligen Landpartie, war die heiß geliebte, aber jetzt Stau geplagte BAB 4 wieder in Sichtweite. Ab der Aus - und Auffahrt Siebenlehen ging es sodann im üblichen Rhythmus der freien Fahr für freie Bürgern in Richtung Süden, der Sonne über der bayrischen Landeshauptstadt entgegen.

Die vor ihren Toren lebenden Enkel erreichten wir dann kurz vor 4 Uhr. Nun, ja, wir sind eben nicht die einzigen Besucher zu Ostern. Dafür begrüßten uns Enkel, Eltern und Hund umso herzlicher. Gleich nach einem Pott heißem Kaffee, besichtigten wir das neue Familienprojekt in Oberschleißheim. Tja, Bayern ist nicht Sachsen und deshalb kostet ein eingewachsenes Grundstück nebst Abriss fähigem Bungalow aus dem berühmt, berüchtigten Jahr der westdeutschen Studentenrevolte, mal eben eine schlappe Dreiviertelmillionen.

Doch die drei Enkel werden größer und älter. Das ist der Kreislauf des Lebens, wie er wunderbar kindlich im " König der Löwen " gespielt und besungen wird.

Genauso, wie es jedes Jahr zu Ostern Staus auf den vielen Autobahnen gibt, weil es vielen Menschen gleichzeitig einfällt, das Gleiche zu tun, nämlich sich in ihr rollendes Wohnzimmer zu setzen und irgendwo hinzufahren. Okay, die Enkel werden zwar größer und älter, aber Ostern 2018 gibt es in ihrem Leben nur ein einziges Mal. Da nimmt sich so ein Stau auf einem Karfreitagmorgen eher wie ein Sandkorn in der visuellen Sanduhr des eigenen Lebens an. Und, was interessiert uns da im Nachgang die knapp einstündige Fahrtverzögerung, die Irrfahrt über die Hotelanlage der Autobahnraststätte, die Schleichfahrt durch die sächsische Pampa, wenn die Großeltern so freudig begrüßt werden.

Heute ist der so genannte Karsamstag, weil wir uns ja in der so genannten Karwoche befinden. Es ist an der Zeit, die mitgebrachten Hühnereier zu färben, damit sie auch Morgen als Ostereier auf dem Frühstückstisch liegen.

Die Enkelkinder waren mit Eifer dabei. Irgendwie hat sich seit der eigenen  Kindheit doch nicht alles  verändert.
Oder, warum glaube ich immer noch an den Osterhasen?

In diesem, kindlichen Sinne:

" Frohe Ostern "!




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