Mittwoch, 21. März 2018

" Kretschi " Kretschmer goes Gorbitza?



Am 13. Dezember 2017, spät, aber wohl nicht ganz zu spät, dankte der vierte Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich ab und übergab das Zepter dem jüngeren Parteifreund Michael Kretschmer. Das wären dann am 23. 03. 2018 genau vor 100 Tagen gewesen.
Anlass genug, dass sich der CDUler gemäß dem unbeschriebenen Gesetz der Mächtigen dieses Erdballs, zu einer locker, flockigen Sightseeing - Tour in die Niederungen seiner Regentschaft und zu dem gemeinen Volk begibt.

Michael " Kretschi " Kretschmer tat diesem den Gefallen und stolzierte am 17. März bei dem FIS Weltcup vor der " Vogtland Arena " hin und her. Am 26. März möchte er sich beim " Sachsengespräch " in Böhlen einbringen und den - besorgten und unbesorgten - Bürgern erklären, warum eine starker Staat den Kriminellen Grenzen aufzeigen muss.

Auch sonst zeigt sich Don Michael sehr bodenständig. Er verteidigte - hierbei wohl eher ungefragt - den sächsischen Schriftsteller Tellkamp, als dieser wegen seiner kritischen, eher aber unqualifizierten Äußerungen, zu der " Merkel´schen Flüchtlingspolitik " für ein Bündnis gegen Einwanderung und zur Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit plädierend, in die Schusslinie der angeblichen Linken und der " Systempresse " geriet. Dabei braucht dieser Nachwendegewinnlern doch eigentlich keinen solidarischen Beistand " unseres " Ministerpräsidenten, weil er diesen bereits lang und schlapp aus den Reihen der Neo - Faschisten und AfDler erhielt.

Mit denen möchte " Uns Kretschi " aber wiederum nichts zu tun haben. So eiert denn Don Michael immer zwischen den besorgten Bürgern, dieses, unseres, Freistaates und den plumpen, rassistischen Schwachsinn aus den Reihen der AfD sowie den vorgegeben Parteirichtlinien aus dem fernen Berlin herum. " Kretschi " Kretschmer, der Getrieben, der rastlose Wanderer zwischen den Parallelwelten, der suchende Ministerpräsident auf der Suche nach sich selbst?

Nun möchte er die Bürger, dieses, unseres AfD - Freistaates in den Dialog einbeziehen, um sich selbst die Suche nach den wahren Inhalten der sächsischen Politik zu erleichtern. Doch die halten mehrheitlich nichts mehr von der CDU und auch Don Michael ist ihnen eher suspekt. Das zumindest war heute Morgen in einem NDR aktuell - Bericht zu hören, als dieser in dem Ghetto Gorbitz einige wachsame Bewohner zu der Kretschmer´schen Politik zu Wort kommen ließ.

Und so berichtet die MDR - Mitarbeiterin über den wahren Stellenwert des Michael Kretschmer in seiner Heimat Sachsen. Dresden - Gorbitz als AfD - Hochburg, in der die Brauen mehr als 35 % bei der letzten Bundestagswahl einfahren konnten. In einem Einkaufszentrum am Amalie - Dietrich - Platz befragt sie hierzu einige, eher zufällig vorbei kommende Bewohner der Plattenbausiedlung. Mit dem Ergebnis, dass " Kretschi " weder bekannt, noch beliebt ist. So will ein Rentner - Ehepaar, beide " Hartzer IV " - Bezieher, wissen, dass sie sich eben nicht verstanden fühlen. " Wenn wir etwas sagen, wird das doch so und so ignoriert. Das fängt ja schon bei den Ausländern an. ", schwadroniert die befragte Frau und ihr Männlein pflichtet ihr bei.
Die Ausländer würden in die preiswerten Wohnungen ziehen, die Deutschen hätten das Nachsehen.

Aha! Da haben wir es wieder. Die Ausländer sind an allem schuld. Dass kommt dem kritischen Betrachter irgendwie bekannt vor, Da war doch vor langer Zeit irgendetwas mit den Juden?

Und dann bekommt " Kretschi " doch noch eine Streicheileinheit von einer anderen Gorbitz - Passantin. Sie hält es für richtig, dass Don Michael dem Uwe Tellkamp in den Schutz genommen habe. Sie habe die Diskussion mit Tellkamp im Fernsehen gesehen und müsse ihm beipflichten, wenn er die Merkel und ihre Ausländerpolitik kritisiere.

Aha!

Ein " FAZ " - Korrespondent sieht Kretschmer´s Bemühen, durch solche öffentlichen Äußerungen, wie kürzlich zu der Tellkamp - Diskussion, als einen untauglichen Versuch, die an die AFD verloren gegangenen Wähler wieder in das schwarze Boot holen zu wollen. Dagegen erkennt er dann doch in dem Bemühen des Ministerpräsidenten mit den Bürgern in einen Dialog zu kommen, einen guten Ansatz, um Politik wieder näher an die Menschen heran zu führen.

Na, immerhin etwas im Land der Alternativen für Deutschland, in dem die völlig gescheiterte Schulpolitik der Schwarzen zu einem Kollaps geführt hat und in dem die Probleme im Gesundheitssystem sowie einer längst überalterten Bevölkerung noch zu lösen wären. 



https://www.mdr.de/mediathek/radio/mdr-aktuell/index.html#


https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kretschmer


Kretschmer wird sich letztendlich an seinen Vorgängern messen lassen müssen, die kamen allesamt aus der CDU und er wird sich ständig danach fragen lassen müssen, ob er den jüngeren Einwohnern des Freistaates Sachsen genügend Perspektiven aufzeigen kann, ohne dabei die große Zahl der älteren Bürger zu vernachlässigen.

" Kretschi " ist übermorgen genau 100 Tage im Amt. In Dresden - Gorbitz wird dieses eher wenige Bewohner interessieren, denn die haben ja mehrheitlich AfD gewählt - wegen der Ausländer und der  drohenden Überfremdung und der Tradition, mit der es kurz nach der so genannten Wende hier hieß:
" Kommst du nach Gorbitz rein, muss dein Gruß " Heil Hitler " sein! "

Jau, so soll es sein, so wird es aber nie sein!



" Grombira " - " Pürree´" - Live:



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