Montag, 16. Juli 2018

Kein Bienensterben?

Wenn der Winter seine letzten Tage zählt; wenn der Frühling das Grau alsbald zu einem satten Grün verwandelt, dann beginnt auch der Wilde Wein, den wir vor vielen Jahren an der Hauswand zur Gartenseite haben wachsen lassen, seine vielen Blätter zu entwickeln.
Aber, nicht nur diese. Bereits ab Ende Mai hat das Rankgewächs bereits so viel Energie getankt, dass es Hunderte von Knospen sprießen lässt, die dann ab Ende Juni ihre Blütezeit haben.

Die ideale Wandbegrünung entwickelt dabei eingeschlechtliche Blüten. Die ebenfalls zu den Weinrebengewächsen zählende Wilde Weinrebe entwickelt indes zweigeschlechtliche Blüten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Weinrebe

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstkletternde_Jungfernrebe

https://de.wikipedia.org/wiki/Weinrebengewächse


Interessanter jedoch ist, dass die Jungfernrebe während der Blütezeit Bienen anlockt.
Dazu dienen die im Herbst bläulichen Beeren den heimischen Vögeln als Nahrung.

So summt, surrt und brummelt es seit Tagen an unserer Hauswand. Hunderte Bienen schwirren in den satt grünen Blättern umher und setzen sich in den Blüten fest, um dort den Nektar zu saugen.

Die Besucher halten dabei eine bestimmte Zeit ein. Erst gegen Mittag, wenn die Sonne jetzt am höchsten steht, beginnt das muntere Treiben. Die Bienen verabschieden sich aber bereits weit vor dem Einbruch der Dunkelheit. Spätestens ab 17.00 Uhr ist von ihnen nichts mehr zu hören und zu sehen.

Das Ritual läuft an unserer Hauswand bereits seit einigen Jahren. Obwohl ich hierzu kürzlich las dass Experten ein " Bienensterben " festgestellt haben. Deshalb werden bereits ganze Völker auf mobilen Transportflächen von einem Ort zum anderen gekarrt, wo sie gegen eine Gebühr gemietet werden können.

Davon sind wir indes sehr weit weg. Unsere Insekten geben sich bei uns jedes Jahr - unentgeltlich - ihr Stelldichein und nutzen die große, mit der Jungfernrebe bewachsene Wandfläche als Nahrungsquelle.

Das Bienensterben ist indes keine Erfindung irgendwelcher Verschwörungstheretiker oder der Macher von Fake News, sonder Realität.

Doch in unserem Garten wird nichts gespritzt, es werden keine Pestizide eingesetzt und der im Herbst rot blühende Wein wird auch nicht vernichtet, weil er keinen Ertrag bringt.

Die Bienen und auch Vögel danken es uns in jedem neuen Jahr!












" Domadora " - " Nairoya " - " Tibetan Monk " - 2013:




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